Aufsatz 
Das Verhältniß des Isokrates zur Sophistik / von Theodor Klett
Entstehung
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zu kommen, in der richtigen Beurtheilung der xαρο, in der richtigen Beantwortung der großen, das menſchliche und ſpeciell das öffentliche Leben bewegenden Fragen, gibt es nur ein d&πτoαρα˙d, eine 565; mag es immerhin ein aAng dc eldsva geben 8& ακρ, das heißt in Fragen, die keinen praktiſchen Werth haben, wie es die ½4Jee ſind, ½ol ſind nach Iſokrates, der perſönlich wohl nicht einmal an die Möglichkeit dieſes auf αι☚αρα beſchränkten A2, d:e 815va. glaubt, jedenfalls nicht 04 dxε αᷣ! uuv, ſondern nur of sd rdv asyXcv Xeycvrec, cfr. 2,39. 10,1.6. 15,184. Was dieſe acyor« ſind, die man allgemein zum Gegenſtand der X ο machen ſollte 4,4. ep. 9,15., das ſagt er 15,46. mit der wiederum ſehr anfechtbaren, aber für unſeren Zweck inſtruktiven Diviſion: EXAXvαε‿ μἀσ οαιπτανο uᷣ* rævrναμαο. Das gemeinſame Poſtulat, das in dieſen drei Adjektiven enthalten iſt, iſt das einer edlen Popularität: Gegenſtände von allgemeinem Intereſſe in ſchöner und⸗ verſtändlicher Form zu behandeln, das iſt die Aufgabe der wahren Philoſophie nach Iſokrates, die er in letzter Linie für ſich allein in Anſpruch nimmt, da die andern theils den Zweck der Philoſophie und die Grenzen ihrer Leiſtungsfähigkeit verkennen, theils ſich in den Mitteln, den rechten Zweck zu erreichen, vergreifen, efr. die ganze Rede gegen die Sophiſten und 15,3.84.85. Sie iſt die Beſchäftigung mit dem, was am ſchnellſten und ſicherſten den Geiſt zu der Fähigkeit,in den meiſten Fällen das Beſte mit ſeiner Anſicht zu treffen, das heißt zur iſokratiſchen x geſchickt macht 15,271. Das, was menſchliche Thätigkeit zur Erreichung dieſes Zwecks beitragen kann denn das Beſte dabei muß immer die natürliche Anlage thun 15,189. 13,21., beſteht in der Verbindung von theoretiſchem Unterricht und praktiſcher Ubung, von xaldela und der wichtigeren ereεᷣl.εεα 15,208.210.214. 13,17. Daß Iſokrates beide verbindet und der a.de« den richtigen, nemlich untergeordneten Platz anweist, macht den Vorzug ſeiner Methode vor der ſeiner Berufsgenoſſen aus, welch letztere beide von einander trennen und mit dem theoretiſchen Unterricht, der αννεε⁴e, allein auskommen zu können meinen; darauf bezieht ſich der wiederholte Hinweis auf das Ungenügende der bloßen aldetæ in der Rede&r dvridoecc, efr. 15,187.191.192. und 13,16.18. Letztere Stelle enthält eine Zuſammenfaſſung alles deſſen, was zuſammen den vollkommenen Philoſophen des Iſokrates ausmacht, und ſomit eine, freilich immer noch iſokratiſch unbeſtimmte, Definition deſſen, was Iſokrates unter ſeiner eigenen Qaloola verſtanden haben will: was hienach von dem Philoſophen gefordert wird, iſt Kenntniß der 4, der Geſichtspunkte, die überhaupt in einer Rede Verwerthung finden können, die dem ſpeziellen Gegenſtand entſprechende Auswahl der Geſichtspunkte, die benützt werden ſollen, und ihre paſſende Verbindung und Anordnung, das richtige Treffen der entſcheidenden Momente, die angemeſſene Ausſtattung des Abyoc mit dem Schmuck von Sentenzen und eine rhythmiſche, klangvolle Sprache. Als die perſönlichen Erforderniſſe für die Erfüllung dieſer Aufgabe werden oxd* Sruss und eine Porxry dvdu uxl Soacriuy bezeichnet. Alſo kunſtmäßige Beredſamkeit angewandt im Dienſt praktiſcher Ziele von möglichſter Bedeutung, ausgeübt von ſittlich und intellektuell tüchtigen Männern, iſt das Ergebniß einer Zuſammenfaſſung alles deſſen, was Iſokrates als ſein Ideal von Philoſophie bezeichnet und was er in ſeiner eigenen Philoſophie verwirklichen will.

Dabei iſt ein gewiſſes Schwanken zwiſchen ſtärkerer Betonung der formellen Seite und überwiegender Hervorhebung des ſachlichen Werths ſeiner Reden nicht zu verkennen. Schon daß IJſokrates bei ver⸗ ſchiedenen Gelegenheiten ausdrücklich es ſagt, er liefere hier keine 2r 6ε1& 5,17.93. f. 15,55., und daß er andrerſeits eine ängſtliche Fürſorge für ſeinen Ruf als Redner an den Tag legt 12,149. f. 152.161., beweist den epideiktiſchen Charakter der meiſten ſeiner Reden. Ausdrücklich als Epideitiker gibt er ſich im Buſiris und in der Helena zu erkennen, efr. beſonders 10,15. 11,9. Wenn er 4,188. ſeine Rivalen auffordert, gegen den Panegyrikus ihren Wetteifer zu richten, ſo erklärt er damit auch dieſen indirekt