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freilich ohne dieſe Trennung durchführen zu können. Vielmehr iſt der wahre Sachverhalt der, daß die A6yols αᷣœνιν eine, wenn auch noch ſo untergeordnete und vielleicht werthloſe, Unterart des Genus X6„¹ ſind 13,20. Das Ergebniß der Vergleichung der Xyo mit den ihnen verwandten, beziehungsweiſe untergeordneten Diſciplinen iſt ſomit, daß ſie proſaiſche Rede bedeuten, die den unmittelbaren Zweck verfolgt, zu gefallen 15,192., aber zugleich immer einen praktiſchen Nutzeu erzielen will und kann 15,47., indem ſie auf beliebige Gebiete des praktiſchen Lebens angewandt wird 15,46., wie denn 4,4. beide Seiten zuſammengefaßt ſind, um das iſokratiſche Ideal eines A6yoc zu zeichnen.
Philoſophie im Sinn des Iſokrates als Ausbildung der Seele und ihrer verſchiedenen Kräfte durch die X6yo oder als Fähigkeit, richtige Vorſtellungen und Entſchlüſſe zum richtigen und wohl⸗ gefälligen ſprachlichen Ausdruck zu bringen 15,50., iſt nun an ſich offenbar nicht Sache eines beſtimmten Standes, ſondern jedes normalen Menſchen, den die äußeren Verhältniſſe nicht zwingen, im banauſi⸗ ſchen Tagewerk völlig aufzugehen. Sie kommt jedem zu, der nicht gaoasn, in den Tag hineinleben, nicht 131,„yc oder 22.„ bleiben, das heißt ſich nicht mit dem begnügen will, wozu ihn ſchon die unmittelbaren und unausweichlichen Anforderungen des praktiſchen Lebens führen müſſen, cfr. 13,1. 10,9. 4,11. 49. 15,48. 248. Sie kann von dem Einzelnen als Liebhaberei, wie eine Art Sport betrieben werden 7,45. Aber es kann nicht fehlen, daß dieſe G.ℳ³οπσοα ihre Früchte im praktiſchen Leben trägt und um dieſer ihrer Früchte willen wieder ihrerſeits geſchätzt und gepflegt wird, von denen vor allem, die zu Leitern ihres Volkes berufen ſind, ja von dem Volk als ganzem, efr. 2,11.35. 4,47. Iſokrates läßt ſich in dieſer Beziehung den Vortheil nicht entgehen, der für ihn darin liegt, daß alle Redner vermöge ſeiner Faſſung des Begriffs Q.³ιπτσᷣa ſo zu ſagen ſeine Fachgenoſſen ſind; er rekla⸗ mirt nachdrücklich, ohne die ganz verſchiedene Bedeutung zu beachten, die das Wort ιαοω ꝛ in ſeiner Anwendung auf die ſieben Weiſen Griechenlands hatte, den Solon und mit ihm alle Staatsmänner Athens, weil ſie ja alle„ε.εεν vς Xsyovc ſich beſchäftigt haben, als Sophiſten 15,235.313. Sie in erſter Linie gehören ja doch zu denen, die ihre eigenen Seelen in eine ſolche Verfaſſung gebracht haben, daß ſie im Stande waren oder ſind, auch ihren Nebenmenſchen zu nützen 4,1. Und ſomit ſind ſie Philoſophen im wahren Sinn des Worts, ſo wie es Iſokrates verſteht, wenn ſie auch vielleicht auf ſehr unmethodiſchem Weg zu ihrer Bildung gekommen ſind, gerade wie er umgekehrt recht wohl weiß, daß viele, die sO.Aogd- Oycæxv, ſich ex professo, nach den Regeln der Schule, mit der Sorge für ihre Seele befaßt haben, darum in Wahrheit doch Zdra, bleiben, die zum ⸗d Asysv x! roο⁵μιενεααεασα nicht fähig ſind 13,14. Demnach iſt der Unterſchied zwiſchen Philoſophen von Fach und Dilettanten in der Philoſophie ein fließender, ſofern ja nicht die ausſchließliche Beſchäftigung mit beſtimmten Diſciplinen und Fertigkeiten, ſondern der im praktiſchen Leben zu Tage tretende Erfolg den Werth der Philoſophie und den wahren Philoſophen im Sinn des Iſokrates ausmacht, 13,8. 15,271. Aber freilich kann nun dieſe praktiſche Tüchtigkeit, die im ed Ogovsy aæ* Xeyezy beſteht, und die das einzige Kennzeichen des richtigen Phi⸗ loſophen iſt 15,266., auf verſchiedenem Weg erworben werden; die einen kommen dazu durch die Gunſt ihrer Naturanlage und äußeren Umſtände, die andern durch einen planmäßigen Bildungsgang, Q.lo⸗ 70ᷣ uα Noyιισmς, efr. 15,292. Mit dieſer Gleichſtellung von Schulung und Begabung iſt es nun allerdings dem Iſokrates nicht ganz Ernſt, vielmehr werden wir im Verlauf noch näher ſehen, wie er ſich gerade darin von ſeinen Berufsgenoſſen unterſcheiden will, daß er von der Leiſtungsfähigkeit des Unterrichts eine viel beſcheidenere und ebendeßhalb richtigere Anſicht habe als jene. Aber davon iſt doch auch er, wie natürlich, überzeugt, daß ein methodiſcher Unterricht den Schüler weſentlich för⸗ dert, den begabten vollends zu der höchſten Stufe von Bildung und praktiſcher Brauchbarkeit führt und den minder begabten wenigſtens über die Stufe des 2α.%*ℳ, des bloßen Ignoranten und beſchränkten
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