Aufsatz 
Das Verhältniß des Isokrates zur Sophistik / von Theodor Klett
Entstehung
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ſamkeit zu bezeichnen. Die Q.Aogo Ola iſt ariluesiæ ric Nox.&*c, für die Seele dasſelbe, was für den Leib die a.oτο 31· iſt, 15,181., alſo jede Thätigkeit, die geeignet iſt, die geiſtigen Fähigkeiten des Menſchen auszubilden und zu erhöhen, die Ogsvyaic zu üben und zu ſteigern, 15,182. Für den Standpunkt des Iſokrates, dem im Weſentlichen das Sittliche und Nützliche zuſammenfallen, wie wir unten näher ſehen werden, eignet es ſich vortrefflich, daß Opoven in der griechiſchen Sprache gleicher⸗ maßen die moraliſche wie die intellektuelle Seite des menſchlichen Geiſteslebens bezeichnet, und daß ihm daher die Unterſuchung erſpart bleibt, auf welche dieſer Seiten die Einwirkung der Q.αααᷣ in prinzipieller und urſprünglicher Weiſe, auf welche nur in abgeleiteter Weiſe ſtattfinde. In der That ſchwankt Iſokrates ebenſoſehr in ſeinen Aeußerungen über die Früchte der Q.αα αν wie in der Bezeichnung der einzelnen ihr zugehörigen Diſciplinen. So werden 2,11. als Früchte der&r, ueᷣlse c Noxijc die Ageraæl hervorgehoben und 2,51.53. die Förderung des Verſtandes als ihr wichtigſter Gewinn bezeichnet. 13,21. iſt Apery ux dunaogdy oder srislusia, alſo etwa ſittliches Wohlverhalten, im ausdrücklichen Gegenſatz zu yrogela, die Erſtlingsfrucht der.αᷣαᷣᷣ genannt, an andern Stellen ſind Ooovsn und Xsyezv einfach koordinirt, efr. 15,207.277., oder auch das govsw iſt weggelaſſen, und es bleibt als wirkliche oder angeſtrebte Wirkung der Philoſophie das ed Aeye ux! rdrτsεiν 9,77 oder das Aeyen ax o³ιτεεεαααα 13,14. Dem entſpricht es, daß auf die Frage, worin die Thätigkeit des O.X1οσα⁵ beſtehe, wir ebenfalls verſchiedene Antworten erhalten: ſo werden 11,22. das»oo- Jerycai und das Sfrijcæι τνν O z»roy die zwei Hauptſeiten philoſophiſcher Thätigkeit genannt und 11,28. die Opfer und Weihen, die Pythagoras nach Griechenland gebracht haben ſoll, ſ AXAy O*³οσοςα gegenübergeſtellt. Und daß wir es hier nicht mit dem bekannten pleonaſtiſchen Gebrauch von A˖NLoc zu thun haben, zeigt§ 30., verglichen mit§ 24. 28., wo die Sitten und Gebräuche der alten Ägypter als Q.³αoeæ bezeichnet werden. Ja die OiXoνο a iſt 4,47. diejenige menſchliche Thätig⸗ keit, auf welcher aller Fortſchritt der menſchlichen Kultur, überhaupt die Möglichkeit eines menſchen⸗ würdigen Daſeins und geordneten Zuſammenlebens beruht. Wir ſehen: die für Iſokrates bezeichnende Vermengung von Theorie und Praxis, Intellekt und Moral, iſt von ihm in der Art, wie er Philo⸗ ſophie definirt oder eigentlich nicht definirt, konſequent durchgeführt, und für die Frage, welche Thätigkeiten man zur Philoſophie zu rechnen habe, kommt es nur darauf an, welcher Werth für die allgemeine Ausbildung jeder einzelnen Thätigkeit zugeſchrieben werden ſoll. Ein beſonders bezeichnendes Beiſpiel für das Verfahren des Iſokrates in dieſer Beziehung iſt die verſchiedene Stellung, die er zu der Mathematik einnimmt: 11,23. wird die Beſchäftigung mit Aſtrologie, Arithmetik und Geometrie, aller⸗ dings mit ausdrücklicher Unterſcheidung von den wichtigſten Gegenſtänden der philoſophiſchen Thätig⸗ keit, dieſer letzteren zugezählt, während 15,261.266. der Aſtrologie und Geometrie, ja auch der praktiſch unfruchtbaren Beſchäftigung mit den philoſophiſchen Streitfragen, das Prädikat Philoſophie abgeſprochen wird und dieſe Dinge nur als xæoxes rjjec OilocoPlac anerkannt werden. Da ſie aber im gleichen Zuſammenhang auch nochoavagla ric Pox'ye genannt werden und 15,181. die Gymnaſtik des Kör⸗ pers als ein Theil der xανοοτς5ααν, das heißt der der Philoſophie analogen er asᷣx roν αἀεłxoc, bezeichnet iſt, ſo geht daraus hervor, daß Iſokrates bald ſeinen Begriff der Philoſophie weiter faßt dann rechnet er auch die Mathematik und noch entſchiedener die Beſchäftigung mit den 244ec dazu, cfr. auch 11,22.23., bald das ehrende Prädikat.lοαœᷣæ für die einzig wahre&r‿αᷣeᷣex rie NJoxc vorbehalten will, nemlich für diejenige, die eigentlich nur er ſelbſt ausüben kann und ausübt (worüber unten das Nähere).

Daß Iſokrates kein Bedürfniß empfindet, genauer anzugeben, worin denn Weſen und Wirkung der Thätigkeit, die er zu ſeinem Beruf erwählt hat 12,9. ep. 6,8., beſtehe, das kommt daher, daß er