Aufsatz 
Museum und Schule : 2. Teil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

33

ſächlich auf Holzbau eingeſtellten Bewohner des heukigen Deutſch⸗ land der Sockel aus Bruchſteinen als Grundlage der Fachwerk⸗ bauten kommt nicht in Bekracht! den maſſiven Steinbau der Römer mit allen techniſchen Einzelheiten kennen und nachahmen lernten.

Das Ganze kann zu einem deutſchen Aufſatz verwertet werden, dem etwa folgender Originalplan zugrunde liegt: A. Die Abhängigkeit der Hausform vom Boden, Klima und der Kulturſtufe der Völker. B. Die Entwicklung von der Urzeit bis zur Gegenwark. I. Die Entwicklung von der Höhle bis zum Fachwerkhaus. a. Höhle; b. Zelk; c. Blockhaus und Pfahlbauten; d. Fach- werkhaus. II. Die Entwicklung des Steinhauſes bis zur Gegenwart. C. Hausformen bei den heutigen Völkern.

Drittes Stundenbild:

Graecia capta ferum victorem cepit et artis intulit agresti Latio.(Horaz, ep. II, 1, 156.)

1. Vorbereitende Stunde:Die Helleniſierung Roms,Der Sieg des Hellenismus,Luxus und Kunſt= Teub⸗ ners Geſchichkliches Unterrichkswerk für höhere Lehranſtaltken, Teil 1 C, Geſchichte des Altertums,§ 86 und§ 143(die beiden erſten Abſchnitte).

Mit der Erbſchaft des Attalos und der Unterwerfung Numan⸗ kias 133 v. Chr. war die Weltherrſchaft Roms unbeſtritten. Aber ſeine Kultbur war helleniſtiſch. DieEnwicklung der terra sigillata von Pergamon und Samos über Italien bis in die rheiniſchen Werkſtätten kann dem Schüler an der Geſchichte eines vor⸗ nehmen Tafelgeräts dieſen Einfluß des Oſtens vor Augen führen 55.

Zur Belebung des Unterrichts wird man, wo es möglich iſt, außer der Horazſtelle noch Cic. in C. Verrem IV, 29(de phaleris) und Plinius N. H. XXXV, 160161, die der Kürze halber in der Anmerkung beigefügt wird, als weitere literariſche Zeugniſſe heranziehen 36.

35 Außerdem lernt er als Zeugnis für die Toreutik die Silberfunde von Boscoreale, Berthouville, Hildesheim und die Lauersforter Phalerae

ennen.

36 Retinent hane nobilitatem et Arretium in Italia et calicum tantum Surrentum, Hasta, Pollentia, in Asia Pergamum. Habent Lilrdilis ibi opera sua, et in Italia Mutina.(Vgl. Saal 11, Fenſter⸗ pult 5.