Aufsatz 
Museum und Schule : 2. Teil
Entstehung
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mit kriegeriſchen Zeitläuften rechnen, als dieſe neuen Typen ein- geführt wurden. Dann können die Erbauer der neuen Haus⸗ formen ſehr wohl Eroberer geweſen ſein, die aber nach der Beſitznahme von der unterworfenen Bevölkerung viel dazu gelernt haben 6a. Waren es die Achäer? Schuchhardt in ſeiner Vorge⸗ ſchichte Deutſchlands(S. 92) bejaht es!

b. Die Menſchen des kretiſch⸗mykeniſchen Kulturkreiſes.

Wir beginnen mit der Geſichtsmaske aus dem V. mykeniſchen Schachtgrab in Fenſterpult 7.(Kat. IV, 838/839,[17452 21353]). Das erſte Exemplar iſt eine naturgetreue Nachbildung des Fundzuſtands, das zweite ein Verſuch, das urſprüngliche Aus⸗ ſehen wiederzugewinnen.

Beſchreibung dieſes bärtigen Geſichtes!

Zweck der Maske? Totenmaske.

Kurze Abſchweifung: Art der Beſtattung: Bild des Gräber⸗ rundes an der rechten Fenſterwand: 8 Meter tief inner⸗- halb des Burgringes von Myhkene unter nachträglich aufgeſchütte⸗- tem Boden fand ſich der auf dem Bild ſichtbare Plattenring, der die Schachtgräber umſchloß. In jedem Grab lagen zahlreiche Goldblättchen, z. B. der Schmetkterling((inker Teil des Fen- ſterpultes 7, Kat. IV, 865/867, 17524 aſb und 17528), etwa 150 Stück in Grab III. Sargbeſchläge!?

Auch die mit Gold und Silber eingelegten Dolche, die koſt⸗ baren Becher(Mittelſchrank 7) waren Grabbeigaben.

Die Schüler begeben ſich an Mittel ſchrank 6 und an die Wandſchränke 4 7, um mik dem Ergebnis zurückzukehren, daß ſie weder auf Kreta, noch auf den anderen Inſeln gleich reiche Goldfunde ausgeſtellt fanden. Sie erfahren jetzt, daß dies nicht ein Fehler der Ausſtellung iſt, ſondern daß tatſächlich nirgends ſo reiche Goldfunde zu Tage traten, wie in der Feſtlandskultur.(Vgl. die zweite Schicht von Troja, Schatz des Priamos!)

Die Schüler betrachten anſchließend den Plan von Tiryns und den von Troja II über Fenſterpult? und werden auf den Megaronhaustyp aufmerkſam gemacht, alſo auch hier Über- einſtimmung, Gegenſatz: Plan von Knoſſos,(Boſſert, S. 161), wo der Megarontyp fehlt.

a Siehe Fr. Oelmann, Grundzüge der Entwicklung des Wohnbaues im Altertum. Bonner Jahrb. 129(1924), S. 105 ff.

7 Alſo geſtreckte Beſtattungsweiſe; vgl. im Gegenſatz dazu den kurzen Kalkſteinſarkophag von Hagia Triada mit 1,375 Meter(Abb. an der linken Fenſterwand) und dieTonwanne aus Gurnia mit 1,17 Meter(Boſſert, Abb. 174, Taf. 129), die nur Beſtaktung in

Schlafſtellung(Hocker) zulaſſen.