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Aufgabe für Muſeumsſtunde: Überſetzung und Deutung des Jucundusſteins, Überſetzung des Telesphorisſteines, Eindruck! Texte ins Muſeum mikbringen!
Die Stunde im Muſeum. In der Steinhalle verſammelt ſich die Klaſſe vor dem Telesphorisſtein. Erledigung der Überſetzung nach Möglichkeit vom Stein ſelbſt, ebenſo das metriſche Leſen!
Was iſt Ihnen bei der Lektüre des Textes aufgefallen? Griechiſcher Name der Frau, Fehlen des Gattennamens ³5, Name
des Kindes?—— Poetiſcher Ausdruck— moderne Gedanken. Innige Liebe zum Kind: puellula dulci, Vergleich mit der Blume.—— Verbindung herſtellen mit der Steinmetzrbeit!
Tatſache der Doppelarbeit: unfertig; Marmor aus Auerbach; Aus⸗ führung der Mutter nicht genehm. Wiederholung, Aufnahme des Gedichtes. Auch die Darſtellung des Kindes auf dem weicheren Sandſtein beſſer geglückt!(Der Künſtler hatte verſchiedene Stein⸗ ſorten auf Lager!)
Beziehungen zwiſchen Aufſchrift und bildlicher Darſtellung: ein herziges(dulci) Kindchen mit dem Raſſelchen in der Linken haſcht nach den Blümchen im Korb. Wehmütige Erinnerungen einer trauernden Mutter!— Lehrer: Der Stein ſoll der Mutter neben dem Bild des Kindchens den Troſt vor Augen halten, daß es zurückgekehrt, wir ſagen, heimgekehrt iſt, woher wir kamen, und wohin alle wieder zurückkehren(Plato, Orphiker). Aber ſie iſt doch nicht gebildet genug, nicht philoſophiſch genug geſchult, um ſich mit dieſer„Heilsverkündigung“ abfinden zu können: ſie ſucht einen Schuldigen! An den Neid der Götter glaubt ſie zwar nicht mehr (Ganymedmythos, Ring des Polykrates); die Natur iſt die un⸗ erbittliche Macht, die auch das Schönſte vernichtet. Der aufge⸗ klärte Stoiker fügt ſich, ſie aber lehnt ſich krauernd auf gegen das Verhängnis: Ein halbes Jahr nur! Mit dem Aufblühen der Roſe im Mai begann Dein Erdendaſein, mit der letzten Roſe im November welkteſt auch Dul!
„O klaget mit uns um ein ſüßes Mägdelein! Wenn Ou ſo hold geworden, ſollteſt frühe Du Dahin zurück, von wo Du uns gekommen biſt.
35 Uber das Pantoffelregiment der reichen Römerin ſiehe Fried⸗ länder, Sittengeſchichte, 1919 9, I, S. 278 mit Stellen aus der römiſchen Literatur.


