Aufsatz 
Museum und Schule : 1. Teil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

ktreibt das Tier zunächſt vom Höhleneingang weg. Wie hat der Stein ſo ſchön in die Hand gepaßt! Schnell wird er wieder auf⸗ gehoben, um erneut als Waffe gegen Meiſter Petz Verwendung zu finden. Lehrer: Zeigt mir ſolche Steine in den Fenſter⸗ pulten! S.: Man hat gar nicht nökig, dieſen Stein zu werfen, man kann damit auch den eignen Fauſtſchlag verſtärken! L.: Daher nennt man dieſe Steine heute auch Fauſtkeile! (Dieſe Bemerkung kann auch aus den Reihen der Schüler kommen oder von der Etikettierung abgeleſen werden.) Wie führen die Urmenſchen nun den Kampf, nachdem ſie den Fauſtkeil entdeckt haben? S.: Sie greifen den Bären im Freien an. Der kommt mit hocherhobenen Tatzen auf die Menſchen zu. Der kräftigſte nimmt den Ringkampf mit Meiſter Petz an. Lange geht es hart auf hart. Endlich gelingt es, das Tier durch einen wohlgezielten Steinſchlag zu betäuben und mit dem Steinmeſſer die Halsſchlag⸗ ader zu durchſtechen. Großes Freudengeſchrei der ganzen Familie! L.: Während der vom Kampf erſchöpfte Mann ſich ausruht, ſchaffen die übrigen Familienmitglieder das Tier in die Höhle. Zeigt mir Steine, womit ſie den Bären weidgerecht zerlegen konn⸗ ten! S. ſuchen ſich geeigneteSteinmeſſerchen aus. Gleich⸗ zeitig werden ſie angehalten, ſich die Fundplätze zu merken. Auf einer kleinen Karte am Durchgang nach Saal l kann man ihnen die Lage ungefähr zeigen 22. Auch wird man hier nicht verſäumen, ihnen an dem Fundbrocken aus Ehringsdorf das müh⸗ ſelige Ausgraben und das hohe Alter, gemeſſen an dem Grad der Verſteinerung, zu zeigen(unter Pult 3). L.: Zurück wieder zu unſernSteinmeſſern! Auch ſie hat man zunächſt nur dem Zufall zu verdanken! Bald aber wollte jeder ein ſolches Inſtru ment haben. Wozu führt das? S. Der Menſch fing an, ſich geeignete Rohſteine zu ſuchen und ſie zu bearbeiten. L.: Der gleiche Vorgang ſpielte ſich natürlich auch bei den Fauſtkeilen ab. Zeigt mir ſolche bearbeitete Steine! Was könnt Ihr da⸗ bei an der Form feſtſtellen? S.: Die Formen werden immer mehr einem Hammer oder Beil oder Meſſer oder Dolch ähnlich. L.: Der Menſch hat demnach gelernt, ſich für beſtimmke Zwecke beſtimmte Werkzeuge zu ſchaffen! Das hat er nakürlich nicht von heute auf morgen, ſondern im Laufe einer langen Zeit vollbracht. Jetzt iſt der Bär zerlegt, der Hunger iſt geſtillt, aber es iſt noch

viel Verwertbares übrig geblieben. Was z. B.) S.: Die Haut. L.: Wozu kann ſie dienen? S.: Kleidung Lager Decke Riemen. L.: Was geſchieht mit den Knochen?

²9 Hier macht ſich das Fehlen des Vorführungsraumes bemerkbar, wo eine ſolche große Karte mit den in leuchkender Farbe eingekragenen Fundplätzen leicht gezeigt werden könnte.