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stehen noch ſbei Zahlbach, nämlich Lehne 148; 157; 159; 160; 162; 165 ¹¹); verloren sind Lehne 147; 149; 154; 158; 161; 163; Zeitschrift 30; 31). Ein Tribun der Legio Cajus Antestius Severus wird auf einem früher vorhandenen Grabsteine erwähnt(Lehne 146); endlich cin Arzt der Legio, .. nius Vales auf dem Fragment einer Ara(Lehne 10): diese Ara dürfte leicht zu den ältesten gottes- dienstlichen Denkmälern gehören, die wir hier fanden. In dieselbe Zeit fällt die Ara eines Centurio in Marienhausen im Rheingau(Lehne 46).
Ziegeln und Steine mit dem Stempel dieser Legion wurden dahier an, mehreren Orten gefunden, namentlich bei Zahlbach ohnweit der Wasserleitung 30 bis 40 Begräbnissplatten, so dass Fuchs (I. S. 370 u. 129 nebst Abb.) dort die Grabstätte der gemeinen Soldaten dieser Legion annahm; ebenso fand er nicht weit davon an der Leimengrube 24 Stücke(I. S. 128 nebst Abb.); auch noch ander- wärts(vgl. II. S. 79 f.). Auch später, wiewohl man leider! wenig auf dergleichen Denkmäler Rück- sicht nahm, wurde 1832 dahier am Höfchen ein Baustein der Legion aufgefunden(Zeitschrift des Vereins I. S. 87)..
Anderwärts sind uns Stempel bekannt aus dem Wiesbadener Kastell(im dortigen Museum auf- bewahrt), ferner aus Baden-Baden, vgl. Rappeneg. a. a. O. 79; Stein. II. Ausg. 860 ⁴²). Aus der Nähe von Germania finde ich noch eine Ara auf dem St. Bernhard(Or. Hel. 28) 4³).
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In den Bürgerkriegen gab es schon mehrere Legionen dieser Zahl; so wurde eine Legio XXII nach der Schlacht bei Actium als Colonie nach Patrae geschickt. Augustus aber hatte keine Legion dieser Zahl, als er das Heerwesen ordnete; erst unter Nero werden zwei aufgeführt, von denen die eine den Beinamen Dejotariana, die andere primigenia führt. Jene muss ihrem Ursprunge nach auf den bekannten Tetrarchen Gallatiens Dejotarus, der mit mehreren Legionen am Kampfe des Pompejus und Caesar Theil nahm, zurückgeführt werden; eine von diesen, wahrscheinlich die Pontica(Caes. b. Alex. 39.), scheint also unter Augustus fortbestanden zu haben, wurde aber erst nach der Schlacht im Teutoburger Walde in die Reihen der römischen Legionen aufgenommen, und erhielt damals die Num- mer XXII. Wie aber die primigenia entstanden sei, ist noch dunkeler; Claudius hat wegen der Er-
4¹) Mehrere von diesen bei Zahlbach aufgestellten Steinen sind dem gänzlichen Verfalle nahe, wie Lehne 162; 148; andere sind ganz verlöscht oder abhanden gekommen, wie denn Lehne 149 und 161 mir dort aufgestellt gewesen zu sein scheinen. Daher kann ich den Wunsch hier nicht unterdrücken, man möge diese Steine in das städtische Museum zu den andern bringen, besonders da sie an ihrem ursprünglichen Orte nicht stehen.
⁴²) Auf einer Ara in Obrigheim bedeutet 5 IIII L nicht die vierte Legion sondern vier Morgen Feld.
¹³) Ein Stempel aus Birten(?) bei Steiner II. A. 1299 ist mir mehrfach verdächtig.— Wenn weiter Wyss im Schweizer Archiv VII. 6. 68 sagt:„Sollte etwa die Legio IIII Mac. bei Bildung der Leg. IIII Flavin zum Theil den Stock der neuen gebildet, 2um Theil die Veteranen-Colonie nach Aventicum gegeben haben“, so folgert er Letzteres aus einer Chronik des neunten Jahrhunderts, wonaeh Vespasian eine Jeleranen⸗ Colonie dorthin geschickt habe; allein ausser dem oben erwähnten Steine ist bisher kein Denkmal der Legion dort gefunden worden, vgl. Burckhardt Aventicum IV. Bd. der Bas. hist. Gesellsch. S. 107.
4) Dies ist die einzige rheinische Legion, über die wir eine ausführliche Abhandlung haben, von Wiener de Legione Romanorum vicesima secunda(Darmstad. 1830); ihre Feldzeichen hat Habel gesammelt und erklärt in Annal. des Nassau, Alt.-Vereins II. 3. S. 98—265 mit Abb.


