Aufsatz 
Entstehung und Komposition des Marienburger Tresslerbuches. Ein Beitrag zur Kritik mittelalterlicher Rechnungsbücher
Entstehung
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Jedenfalls hätten solche Lohnbücher die Abrech- nungen zwischen dem Tressler und den Arbeitern resp. Unternehmern, von denen so häufig die Rede ist, wesent- lich erleichtert. Das Muster einer solchen Abrechnung ist die zwischen dem Tressler und dem Maurer Albrecht, die 203, 1218 mitgeteilt wird.(1402 Dez. 7.) Sie unter- scheidet sich von den übrigen eignen Aufzeichnungen des Tresslers durchaus, denn sie enthält nicht die kurze An- gabe, dass ein gewisser Betrag für einen gewissen Zweck ausgegeben worden sei, sondern sie ist ein förmliches Abrechnungsprotokoll, in dem der Lohnsatz, die geleistete Arbeit, die gezahlten Summen genau mitgeteilt werden. Deshalb ist sie auch in den eigentlichen Jahresbericht 1402 nicht aufgenommen worden, sondern steht erst hinter der Gesamtsumme der Ausgaben. Die Abrechnungsproto- kolle bilden also eine weitere Quelle des Tresslerbuches ¹)

Eine besondere Stelle nehmen endlich die Aufzeich- nungen über die Gaben ein, welche der Hochmeister Ulrich von Jungingen bei seinem Regierungsantritt in den Niederlanden und in Pomerellen verteilt hat, 436, 15 437, 10. Ihnen liegen, wie der Tressler selber sagt, aus- führliche Register zu Grunde, in denen die Empfänger einzeln mit Namen und Betrag aufgezeichnet waren,²) und das Verzeichnis im Tresslerbuch ist nur ein kürzender Auszug aus ihnen.

¹) Vgl. noch folgende Abrechnungen: 5, 20 34. 16, 2533. 34, 36. 70, 1 12. 139, 1416. 144, 22 27. 168, 24 33. 238, 35 37. 239, 2 5. 332, 20 24. 374, 40 375, 2. 403, 34 37(dazu 400, 17 18). 421, 31 33. 441, 24 26. 532, 15 19 u. sonst. Auch die Abrechnungen mit den Hofleuten, d. h. den Domänenpächtern gehören hierher: 86, 25 30. 129, 34 38. 215, 34 38. 352, 41 353, 5.

) 436, 37 39. 437, 8 10:noch der zedel uswysunge, do iclicher bey namen geschreben steet.