Aufsatz 
Entstehung und Komposition des Marienburger Tresslerbuches. Ein Beitrag zur Kritik mittelalterlicher Rechnungsbücher
Entstehung
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entpfing heisst es 21, 24 und diesesouch beweist, dass die 120 Gulden vorher(21, 21 23) gleichfalls vom Tress- ler selbst an den Koblenzer Komtur gezahlt, demnach auch von ihm aufgezeichnet worden sind. Hier wird weder der Tressler noch der Empfang des Betrags durch N. N. angegeben. Eins ist aber all diesen Aufzeichnungen gemeinsam: sie sind in sich abgeschlossen und von keinem einzigen Posten ist gesagt oder anzunehmen, dass jemand anders als der Tressler ihn gezahlt habe.

Ein grosser Teil des Tresslerbuches hat also eigne Aufzeichnungen des Tresslers zur Vorlage gehabt.

Gleichbedeutend daneben treten die Rechnungen, in denen andere Personen vom Tressler Ersatz fordern für Summen, die sie für ihn ausgegeben haben; in unserem Abschnitt eine Rechnung des Hauskomturs von Marienburg 21, 35 22, 15; eine Rechnung des Grossschäffers von Marienburg 22, 26 23, 14.

Mit ihnen wollen wir uns zuerst und eingehend be- schäftigen.

§ 2) Die Rechnungen.

In vielen Fällen wird uns überliefert, dass der Tressler Rechnungen im Original von dem Aussteller entgegenge- nommen habe. Die Rechnung für die Kapelle von Lubenitz, die der verstorbene Vogt von Brattian hinterlassen hat, nimmt der Tressler persönlich an sich.¹) Der Hauskomtur von Danzig berechnet ihm seine Ausgabenmit syme briefe und zedel... noch synes briefes gebunge.²) Und da auch sonst noch öftersbrief,zedel oderrechen- schaft als Grundlage der Abrechnung bezeichnet werden,) so ist dies auch an den zahlreichen Stellen anzunehmen, wo überhaupt nur ein,brief etc. als vorhanden erwähnt wird. ¹)

¹) 105, 38 106, 17.

²) 173, 29 36.

3) 173, 24 26. 182, 20. 188, 21. 192, 21. 347, 20 21.

) Also 5, 16. 6, 2. 7, 18. 19, 18. 62, 27. 137, 33 34. 139, 35 36. 161, 23. 174, 3 4. 182, 20. 184, 15 16. 187, 16. 188, 20 21. 192, 21. 236, 19 20. 250, 5. 291, 11. 296, 3. 7. 304, 18.