Aufsatz 
Entstehung und Komposition des Marienburger Tresslerbuches. Ein Beitrag zur Kritik mittelalterlicher Rechnungsbücher
Entstehung
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Termin die Niederschrift des Jahresberichts 1399 schon an der Stelle 12, 18 19 angekommen war also höchstens ein Beweis dafür, dass die Reinschrift des Jahresbe- richtes 1399 mit dem Anfang des nächsten, d. h. nach Beendigung des Jahres 1399 begonnen war, weiter nichts. Und bei der Aufnahme und Verrechnung eines Postens aus dem Jahre 1409 in dem Jahresbericht 1408(453, 38 40) handelt es sich um einen sachlich ins Jahr 1408 gehörenden, festen und regelmässigen Betrag, von dem vorauszusehen war, dass er noch nachträglich zu bezahlen und also im Jahresbericht 1408 zu verrechnen sei. Man hat also schon von vornherein Platz für ihn offen gehalten.

Drittes Kapitel.

Die Quellen der Reinschrift.

§ l) Allgemeines.

Analysieren wir, um die Vorlagen der Reinschrift festzustellen, irgend einen grösseren Passus, z. B. den Ab- schnitt 20, 23 23, 14, so fallen zuerst Notizen auf, in denen der Tressler in erster Person von sich selber redet, so 21, 23 27:item 200 ung. guldin deme huse zu Collen abe zu losen dinst, das sie pflictik woren zu thunde, die ouch der alde kompthur von Cobelencz von uns entpfing. item 1 m. und 10 scot den vier splisstoser, die wir zu Labeow sandten. Alle diese Posten sind zweifellos vom Tressler selbst ausgezahlt, also auch von ihm oder wenigstens auf seine Veranlassung aufgezeichnet worden. Wir dürfen dasselbe auch dann annehmen, wenn es überhaupt heisst, dass N. N. den und den Posten empfangen habe, ohne dass gerade der Tressler genannt wird.¹) Aber noch mehr:200 ung. goldin... die ouch der alde kompthur von uns

¹) Hierhei gehören aus unserem Abschnitte die Posten 21, 3- 4. 14 17. 19 21. 27 29. 22, 15 16. 2224.