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Einträge im Tresslerbuche mit den realen Vorgängen, von denen sie Kunde geben, gleichzeitig seien. Betrachtet man die komplizierte Gesamtanlage der einzelnen Jahres- berichte, die es notwendig macht, gleichdatierte Notizen aus Gründen des Zusammenhangs an zwei, drei oder mehr verschiedenen Stellen unterzubringen,¹) so erkennt man leicht den ordnenden Geist, der das gesamte Urmaterial überschaute und es deshalb nach sachlichen Gcsichtspunkten ordnen konnte. Man darf ohne weiteres annehmen, dass diese Sichtung und daran anschliessend die Niederschrift im Tresslerbuch am Ende eines jeden Jahres erfolgte. Danach wäre also mit Zwischenräumen von ungefähr je einem Jahr Jahresbericht an Jahresbericht gefügt worden. ²) Ob und wie weit sich die Arbeit an einem Jahres- bericht bis ins nächste Rechnungsjahr erstreckte, vermögen wir nicht zu sagen. Wenn 12, 17—18 ein Darlehen an den Abt von Pelplin getilgt wird, weil er es 1400 Februar 25. zurückzahlt,²) so beweist das nur, dass bis zu diesem ¹) Vgl. z. B. 1399 Jan. 21: 8, 40— 41. 15, 7— 9. 15, 22—23. 1400 April 30: 51, 34— 35. 52, 13— 14. 56, 28— 30.
73, 33— 74, 3. 1401 Okt. 20: 119, 39— 41. 123, 37— 124, I. 125, 21— 24.
1402 Sept. 28: 137, 27— 29. 138, 23—24.
182, 36— 38. 185, 8— 31. ²) Die Jahresberichte der Jahre 1404 und 1407 zerfallen zwar in zwei getrennte Teile: Einnahmen und Ausgaben des alten, Einnahmen und Ausgaben des neuen Tresslers. Aber sie müssen trotzdem von einem Bearbeiter, also von dem Schreiber des neuen Tresslers, am Ende des betreffenden Jahres niedergeschrieben worden sein. So 1407: wir haben oben(p. 10 f.) gesehen, wie der neue Tressler die Veranlassung gibt, dass gewisse Notizen in der ersten Hälfte des Jahresberichts, die noch von der Tätigkeit des alten Tresslers handelt, anders gebucht werden, als früher üblich— also ist auch dieser erste Teil unter Anleitung des neuen Tresslers entstanden. Und 1404 wird dieselbe Originalnotiz zweimal, im ersten und im zweiten Teil benutzt(282, 34— 36= 290, 37— 38). Das wäre aber nicht möglich gewesen, wenn der alte Tressler seinen Anteil am Jahres- berichte 1404 selbst ins Tresslerbuch eingetragen und dadurch eine nochmalige Benutzung seiner Aufzeichnungen überflüssig gemacht hätte.
3) 45, 28— 29.


