Aufsatz 
Die Gattung Idiocerus Lew. und ihre europäischen Arten / von C. L. Kirschbaum
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

den Flügeln 3 vordere Längsnerven, die sich hinter der Mitte gabelig theilen, der in- nere Gabelzweig des ersten mit dem äusseren des zweiten durch einen sehr kurzen Quernerven verbunden, der innere des zweiten mit dem äusseren des dritten alsbald vereinigt, dahinter drei weitere Nerven, den Nerven des Clavus, den Corium-Clavusnerven mit eingerechnet, entsprechend, deren mittlerer allein sich gabelt. Beine mässig lang, die Hinterbeine verlängert, Hinterschienen an der Spitze mit einem Halbkreis nach hinten gerichteter Dornen, ebenso Fussglied 1 und 2 an der Unterseite mit einem Kranz von kleineren Dörnchen, vordere Schienen fast cylindrisch, ohne Kanten, aussen ohne Dornen, Mittelschienen innen mit vereinzelten Börstchen oder Dornen, Vorder- schienen innen mit einer Reihe langer feiner Borsten oder Dornen, Hinterschienen vier- kantig, an den äusseren Kanten mit 3 Reihen Dornen, innen mit einer Reihe feiner Härchen.& letztes Bauchsegment am Hinterrand meist beiderseits mehr oder weniger ausgebuchtet, Genitalklappen lang, schmal, meist mehr oder weniger Sförmig gebogen, schief nach oben gerichtet, oft mit langen Härchen, besonders an der Spitze, die Sei- tenlappen des letzten Rückensegments breit nach unten gehend und die Genitalklappen öfters fast umfassend; 2 letztes Bauchsegment verschieden gebildet, die Legescheide die begleitenden Wülste oft und mitunter bedeutend überragend. Zeichnung und Färbung bei den verschiedenen Arten verschieden, und auch bei derselben Art oft sehr wechselnd. Die meist helle Grundfarbe wird oft durch dunkle Fleckchen, Puncte und Punctmassen am Kopfe und am Vorderrücken, durch dunkle Flecken der Brust und der Beine und durch dunkle Partien des Hinterleibsrückens(namentlich ist die Mitte des Hinterleibsrückens dunkel, während die Seiten- und Segmentränder hell bleiben) unterbrochen, die Decken zeigen öfters dunkle Partien, wechselnd mit hellen, und die Nerven derselben sind, auch wo sie sonst ungefleckt bleiben, an der Spitze oft dunkler. Die charakteristische Zeichnung des Mittelrückens, 2 seitliche, nach hinten spitze, dreieckige Flecken an der Basis, zum Theil von dem Vorderrücken bedeckt, ein feiner Längsstreif vor der Querfurche mit 2 ctwas stärkeren seitlichen hinter derselben mehr oder weniger zu einer Gabel verbunden und meist 2 Puncte in der Gegend der Quer- furche, ist verschieden deutlich und dunkel, oft schwarz gefürbt und kann auch fehlen. Im Allgemeinen haben die G& mehr und dunklere Zeichnungen als die 2, eine Aus- nahme macht I. impressifrons. Die Arten leben meist auf Bäumen und Sträuchern.

Tabellarische Beschreibung der Arten.

I. Vorderrand von Grund an bis über die Mitte mehr oder weniger, besonders bei den& erweitert, so dass sich ein senkrecht gegen die Deckenfläche gerichteter Saum bildet, die Fühlerborste der G vor der Spitze mit einer kleinen dünnen ovalen Platte. 15.

a. Seitennaht der kurzen breiten Stirn gebogen, die dunkelbraun und weiss gescheck- ten Nerven der Decken fast ganz punctirt, die durch die beiden Zweige des äus- seren Gabelastes des ersten Längsnerven gebildete Zelle fast gleich breit, dem Vorderrand parallel, ihn nicht erreichend, die hinter derselben liegende erste Spitzen-