Aufsatz 
Die Gattung Idiocerus Lew. und ihre europäischen Arten / von C. L. Kirschbaum
Entstehung
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an der Stirn, in verschiedener Entfernung von einander, von den Augen und von den Fühlern. Vorderrücken mehr als doppelt so breit wie lang, am Hinterrand sehr flach und weit ausgebuchtet oder fast gerade, mit gerundeten Hinterecken, der Seitenrand ohne scharfe Kante, sehr kurz oder fast fehlend, von den Augen, die fast bis zum Grund der Decken reichen, umschlossen, Vorderrand breit gerundet. Mittelrücken von mittlerer Grösse, dreieckig, mit vertiefter Querlinie in oder vor der Mitte des unbe- deckten Theils. Kopf, Vorder- und Mittelrücken sind äusserst fein und dicht, nur bei stärkerer Vergrösserung deutlich bemerkbar eingestochen punctirt, auf dem Scheitel, der oberen Stirn und theilweise dem Vorderrücken treten an die Stelle der Punctirung ebenso feine Querstriche. Decken und Flügel häutig und glatt, nicht runzlig, ent- wickelt und länger als der Hinterleib. Vorderrandnerv der Decken bei mehreren Arten nach unten erweitert zu einem senkrecht gegen die Deckenfläche gerichteten Saum, der bei den G bis gegen das letzte Drittheil des Vorderrandes reicht, bei den weniger deutlich ist, bei den meisten Arten der Vorderrand ohne diese Erweiterung. Auf dem Corium ausser dem Vorderrandnerv, der sich um die Deckenspitzen herum, dem Hin- terrand entlang einen häutigen Saum übriglassend, fortsetzt und kurz hinter der Cla- vusspitze in die Corium-Clavusnerven mündet, 2 Längsnerven; der äussere theilt sich bald hinter dem Grund der Decken in 2 Aeste, deren äusserer(im Gegensatz zur Gattung Jassus) meist hinter der Mitte sich wieder in 2 Zweige theilt, und deren innerer, wie der innere Längsnerv ungetheilt bleibt; der letztere ist mit dem innern Gabelast des ersteren weiter vorn, die beiden Gabeläste des ersteren weiter hinten, aber vor der zweiten Theilung durch einen Quernerven verbunden, durch weitere Quernerven bilden sich vor der Spitze die verschieden gestalteten 4 Spitzenzellen; auf dem Clavus die gewöhnlichen 2 Längsnerven; die häutigen Säume um die Spitze der Decken schlagen sich an dem Innenrand in der Ruhe übereinander. Die Nerven sind sämmtlich in ihrem ganzen Verlauf deutlich(der äussere Lweig des äusseren Gabelastes des ersten Längsnerven macht bei einer Anzahl Arten eine Ausnahme) und häufig punctirt. Auf

borste uuronitens n. sp., aurulentus n. sp. und prasinus n. sp., dazu kommt nach Zetterstedt Tre- mulae Esll., dessen G ich nicht kenne, also 4 Arten. Wie es sich in dieser Hinsicht mit den übrigen Arten verhält, deren · hier blos beschrieben ist, da mir keine ³ zu Gebote standen, nämlich mit Hey- denii n. sp., dislinguendus n. sp., cupreus n. sp., rotundifrons n. sp., ochroleucus n. sp., Minkii n. sp. und mesopyrrhus n. sp., muss vorläufig dahingestellt bleiben.(Dass sich hierzu die G noch nicht ge- funden haben, erklärt sich aus der kürzeren Lebensdauer derselben, indem die 2 längere Zeit zum Ab- legen der Eier brauchen, bei seltenen Arten also die G doppelt selten zu treffen sindz). Wenn Mulsant et Rey(Opusc. entom. Cah. VI. p. 117 et 120) 2 südfranzösische Arten: Byõh. ustulalus n. sp. und ocu- laris n. sp. beschreiben, bei denen auch die 2 die Fühlerborstenplatten besitzen, so kann dies, wenn die- selbe beim G vorkommt und bei anderen Arten fehlt, nicht mehr wundern, obgleich die Worte p. 118: soie terminée par un bouton solide, ovalaire, noir, sourent cadue, surtout chez les 9, und p. 121: souvent caduc() dem Gedanken Raum lassen, als könnte den die Platte doch von vornherein fehlen. Die dritte Art von Mulsant et Rey(p. 122): Byth. sinuatus n. sp., wenn sie überhaupt ein Idiocerus ist Ctéte fortement eschancrée au milien de sa base), würdé sich als fünfte denen anschliessen, welche keine Fühlerplatte auch bei den haben.