Aufsatz 
Die Gattung Idiocerus Lew. und ihre europäischen Arten / von C. L. Kirschbaum
Entstehung
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4 a. Hinterrand des Scheitels und der Vorderrücken vorn gerundet, Decken sehr deutlich runzlig oder punctirt. ². Seitenrand des Vorderrückens nicht scharf, sehr kurz, kaum vorhanden. BA AIIASBID Katt. Bythoseopats geri An. el Serv. 9. Seitenrand des Vorderrückens scharf, von sehr merklicher Länge. Gatt. Macropsis Leun.

b. Hinterrand des Scheitels und der Vorderrücken vorn mehr oder weniger winklig,

Decken nicht deutlich runzlig oder punctirt. 4 Gatt. Pediopsis Burm.

Der Mangel einer deutlichen, oben und innen scharf begrenzten Fühlergrube, der die Decken am Grund an Breite übertreffende Kopf und das Vorhandensein eines Randanhangs der Membran, wodurch die Decken hinten am Innenrand sich deutlich übereinanderschlagen, reicht also hin, auch ohne die Fühlerplatte die Gattung Idiocerus von den äbrigen der Bethoscopiden-Ciruphe sicher zu unterscheiden.

Es folgt hier zunächst die ausführliche Characteristik der Gattung, sodann in tabellarischer Form die Beschreibung von 26 europäischen Arten, von denen 9 bereits von anderen Autoren beschrieben, 17 dagegen neu sind. 21 Arten, die 9 bereits be- schriebenen, sowie 12 der neuen sind von mir in der Gegend von Wiesbaden, die von Mombach jenseits des Rheines mit einbegriffen, gesammelt; dit übrigen stammen aus anderen Gegenden: 2 aus der Gegend von Crefeld, 1 aus der von Baden, 1 aus Ungarn, l aus Italien. Zum Schluss ist eine Uebersicht der als sonst noch vorkommend be- schriebenen europäischen Arten beigefügt.

LIdiocerus Lew.

Körper mässig gestreckt, Kopf mit den Augen breiter als der Vorderrücken und der Körper am Grund der Decken. Scheitel kurz, vorn mässig gerundet, am Hinter- rand meist etwas stärker einwärts gebogen, daher an den Seiten neben den Augen meist etwas länger als in der Mitte(bei laroatus umgekehrt), ganz allmählich ohne irgend eine Grenze in das Gesicht übergehend Dieses meist breit und flach, seltner gewölbt oder schmäler, Stirn verschieden gestaltet, Wangen oben breit, nach unten stark verschmälert, meistenicht bis zur Spitze des COlypeus reichend, öfters mit einer Längsvertiefung. Clypeus verschieden lang und breit, an der Spitze meist breiter als am Grund. Zügel von verschiedener Breite, oben oft nicht deutlich vom Clypeus ge- schieden. Fühler höchstens in einer sehr flachen Vertiefung ohne alle vorstehende Leisten eingelenkt; die beiden ersten Glieder dicker, die folgenden beträchtlich kleiner, mit 1 oder 2 feinen Haaren, in eine feine Borste übergehend, die meist kürzer als die Stirn, und vor der Spitze bei den& der meisten Arten in eine länglich runde, mehr oder weniger schmale, ganz oder theilweise schwarze oder schwärzliche Platte er- weitert, ist.) Augen gross, vortretend, zuweilen im Leben roth, Nebenaugen oben

¹) Unter den hier beschriebenen Arten haben beim G keine plattenförmige Erweiterung der Fühler-