Die Gattung Idiocerus Lauw.
und ihre
europäischen Arten
von
Dr. C. L. Kirschbaum.
Die Jassinengattung Idiocerus wurde 1836 von Lewis(Entom. Soc. Transact. Vol. I. p. 47) aufgestellt und zu derselben alle diejenigen Arten der Germar'schen Gattung Bythoscopus gerechnet, deren die Fühlerborste vor dem Ende in eine kleine Platte erweitert haben, und es gab diese sehr hervorstechende Eigenthümlichkeit die Veran- lassung zu dem Namen Idiocerus. Aber schon Zetterstedt(Fauna Lapp. I. 542. 3. und Ins. Lapp. 302. 3) beschreibt das& von Idiocerus Tremulae Estl., einer Art, die nach ihrem ganzen übrigen Bau ohne allen Zweifel zu den anderen Idiocerus-Arten gehört, als nicht mit dieser Platte der Fühlerborste versehen, und unter meinen Arten befinden sich 3, bei denen die Fühlerborste des 3 ebenfalls ohne Platte ist. Es werden also, wenn die. Gattung fortbestehen soll, weitere unterscheidende Merkmale herange- zogen werden müssen, was auch ganz weoh gelingt. Wenn die frühere Gattung Bo- thoscopus Germ. alle diejenigen Jassinen-Arten umfasst, bei welchen die Nebenaugen auf der nicht mit Leisten versehenen Stirn stehen und die Längsnerven der Decken vom Grund an deutlich, schon vor den Spitzenzellen verzweigt und durch Quernerven verbunden sind, so zerlegt sich dieselbe nach folgendem Schema in die 5 Gattungen, in die sie jetzt aufgelöst ist. A. Fühler höchstens in einer flachen Grube, der obere und innere Rand der letzteren nicht scharf, die Basis der Fühler frei, Decken nicht deutlich runzlig oder punctirt. a. Kopf mit den Augen so breit, als die Decken am Grund, Membran ohne Rand- anhang.
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Gatt. Agallla Curt. b. Kopf mit den Augen breiter, als die Decken am Grund, Membran mit Rand- anhang, Fühlerborste des G meist vor dem Ende in eine Platte erweitert. Gatt. Idiocerus Lew.
B. Fühler in einer tieferen Grube unter einer Leiste. 1*


