— 12—
Wir laſſen nun eine kurze Ueberſicht des nach unſerem Plane zu vertheilenden Unterrichtsſtoffes folgen und gehen dann zur me⸗ thodiſchen Behandlung des Einzelnen und Ganzen über, ſowie zu den Hülfsmitteln des geographiſchen Unterrichtes.
In dem erſten Schuljahre iſt durchaus noch kein geographiſcher Unterricht zu ertheilen, da die ganze Kraft des Schülers zur Er⸗ lernung der rein elementaren Kenntniſſe aufgebraucht wird; höchſtens im Anſchauungsunterrichte kann gelegentlich ein oder der andere geographiſche Vorbegriff angebahnt werden.
In der zweiten Klaſſe wird die Heimath im engern und weiteren Sinne den Gegenſtand des Unterrichtes abgeben, wobei die geographiſchen Grundbegriffe anſchaulich zu entwickeln ſind.
Dem dritten Schuljahre fällt die Veranſchaulichung der wich⸗ tigſten Erſcheinungen aus der mathematiſchen Geographie zu, ſo⸗ wie die überſichtliche Betrachtung der Oceane und Erdtheile, wobei zugleich die allgemeinſte politiſche Eintheilung der letzteren gegeben werden ſoll.
In der vierten Klaſſe werden die Erdtheile der ſogenannten alten Welt durchgenommen, unter welchen zwar Aſien den Aus⸗ gangspunkt bildet, aber Europa einer relativ ausführlicheren Betrach⸗ tung unterworfen wird; hier ſowie in der folgenden Klaſſe ſind ſchon die wichtigſten Städte und Provinzen mitzulernen.
In ähnlicher Weiſe werden in der fünften Klaſſe die Erd⸗ theile der neuen Welt behandelt, woran ſich eine vergleichende Wiederholung der fünf Erdtheile ſchließt.
Die Aufgabe der ſechſten Klaſſe beſteht in ausführlicher Be⸗ trachtung der Culturſtaaten der alten Welt, wobei jedoch Deutſch⸗ land am kürzeſten zu behandeln iſt.
In der ſiebenten Klaſſe ſind nach kurzer Wiederholung des Penſums der vorhergehenden Klaſſe die wichtigſten Staaten der


