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Karl Orth, geboren zu Dudenrode bei Allendorf am 10. April 1851, besuchte bis 6. August 1870 das Gymnasium zu Hersfeld und trat dann in die Armee ein, um an dem französischen Kriege theilzunehmen. Nach seiner glücklichen Rückkehr studirte er von Michaelis 1871 bis Ostern 1875 in Leipzig und Göttingen Philologie und wurde Michaelis als Hilfslehrer mit der Versehung der letzten ordentlichen Lehrerstelle beauftragt. Das Examen pro facultate docendi legte er am 30. October 1875 ab und wurde durch Vokation vom 6. November 1877 definitiv angestellt.
Christian Troll, geboren zu Treffurt am 6. October 1851, bereitete sich von Michaelis 1869— 1872 auf dem Seminar in Erfurt für das Lehramt vor und wurde hierauf als Lehrer an der St. Petrischule in Sömmerda angestellt. Vom 1. Mai 1874 bis Ostern 1875 besuchte er das Zeichenlehrer-Institut in Weimar und hierauf bis 1. März 1876 das mit der Königlichen Kunstschule zu Berlin verbundene Seminar für Zeichenlehrer. Nachdem er im Mai 1876 vor der Akademie der Künste zu Berlin das Examen als Zeichenlehrer abgelegt hatte, wurde er Michaelis 1876 provisorisch und durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 1. October 1877 definitiv als Zeichenlehrer an der hiesigen Anstalt angestellt.
IV. Die Schüler- Die Leinenede hälüide ergeben sich aus folgender Tabelle:
a. Vor- p. Realschule c. Progym- Ueber- Schüler. huierh nasium V haupt I1SNIVIVIIſs⸗ Iv IWIIIS a-be Bestand am 6. Januar 1877... J2041 7664 39 39 21 18 12 163 10 11 5 12 38 277 Bestand Ostern 1877 nach der Fersstzung 9,17 26 5 713 7 7 8 47 2,—— 9 11 84 Zugang durch Versetzung......— 20 2019 27 29 23 11/11 120 11 811 4 34 174 Neu aufgenommen...... 20 10 3 ⁰% 9-—- 1—— 10 3 13— 4/ 44 Gesammt-Frequenz 1877— 18.... 29 47 76 33 34 42 31 18 19 177 16 8 12/ 13 49 302 Abgang von Ostern bis Weihnachten 1877 1 2 3 1— 4 4 1 7 17 4— 1 3 8 28 Bestand am 6. Januar 1878..... 2845 73 32 34 38 27 17 12 160 12 8 1110 41 274 Davon Einheimische...... 26 38 64 24 2231 20 12 7 116 11 6 5 26 206 Auswartige 2 7 9 812 7 7 4 3 41 172 7 515 65 Nichtpreussen...—— 1 2 3————— 3 evangelische Christen... 25 33 58 27 25 25/ 17 7 8 109 10 7/1110 38 205 katholische Christen— 11—,—n=n 2 Israeliten..... 3 11114 5 913 1010 4 51 1 1—— 2 67 Durchschnittsalter in Jahren..... 15*4— ¹0 134 17, in— 10, 11, 13, 14 75—— 1
Der Gesundheitszustand der Schüler war während des Sommerhalbjahrs recht günstig; während des Winters aber trat eine Scharlach- und Diphteritisepidemie ziemlich heftig auf, so dass ein nicht unbedeutender Theil der Schüler der unteren und mittleren Klassen längere Seit vom Un- terricht fern gehalten wurden. Wenn auch diese Krankheit bei den meisten erkrankten Schülern einen glücklichen Verlauf nahm, so hatte doch die Schule den Tod dreier hoffnungsvoller Schüler zu beklagen: Am 10. Juni starb der Gymnasial-Sextaner Karl Eichenberg, ein lieber, wackerer Knabe, welcher seinen Eltern wie der Schule Ehre zu machen versprach, an der Unterleibsentzundung, am 7. August der Primaner Joseph Katzenstein, ein wohlbegabter und sehr strebsamer Schüler, an der Gehirn-


