Aufsatz 
Dr. Hugo Thiel
Entstehung
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iſt ſie durchzuführen?(Probearbeit.) Wie findet der Landwirt die Höhe ſeines Reinertrages?(Abiturienten⸗ arbeit.) 8. Woran erkennt man die Dreifelderwirtſchaft, und wie erklärt ſich ihre Entſtehung? 9. Eine geſchloſſene Hofſcheune in Fachwerkbau hat folgende Innenmaße: Länge 47,5 m, Breite 18,2 m, Höhe bis zum Dachanfang 7,2 m, bis zum Firſt 9,7 m. a) Welche Jahresunkoſten wird dieſe Scheune ungefähr verurſachen? ²) Quer durch die Scheune gehen zwei Fahrten von 4,5 m Breite und 4,8 m Höhe. Wieviel Mark Unkoſten entfallen auf 1 Me Getreideland, deſſen Ernte in der Scheune untergebracht wird? 10. In welchen Fällen empfiehlt ſich die Gründung. von landwirtſchaftlichen Konſumvereinen, und wie wird ſie durchgeführt? 11. a. Wie hoch iſt die wöchentliche und jähr⸗ liche Beitragsleiſtung eines Arbeiters zur Krankenkaſſe? Wieviel zahlt ſein Arbeitgeber(Grundlohn = 2,60, Kaſſenbeitrag 3,7%)?) Ein Arbeiter erkrankt am 10. Januar 1912 und iſt dadurch arbeitsunfähig. Er kann erſt am 7. März die Arbeit wieder aufnehmen. Auf welche Leiſtungen der Kaſſe hat er Anſpruch? Wie hoch würde eventuell das Sterbegeld ſein?(Grundlohn 2,80)? c. Ein Arbeiter(Jahresverdienſt 1355) erleidet einen ſchweren Betriebsunfall, der ihn völlig erwerbs⸗ unfähig macht. Auf welche Rente hat er jährlich und monatlich Anſpruch? Welche Anſprüche können

im Todesfall die Hinterbliebenen(Frau und drei Kinder von 10, 14, 16 Jahren) machen? 12. Die Anlage von Geldern für längere Zeit. 13. Inwieweit belaſten die Gebäude den landw. Reinertrag, und welche Lehre hat der Landwirt daraus zu ziehen?(Abiturienten- und Probearbeit.) 14. Be⸗

rechnung des ſteuerpflichtigen Einkommens auf Grund der Abſchlüſſe einer Buchführung.

Die Verſuchs⸗ und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.

Das jetzige Verſuchsfeld(Größe ca. 76,86 a), in der Nähe der Stadt gelegen, wurde 1909 in Benutzung genommen und liefert das nötige Anſchauungsmaterial für den Unterricht im Pflanzenbau. Der mittlere und größere Teil des Feldes iſt in drei 18 m breite Flächen geteilt, die in je 8 Parzellen von je 7,5 m Breite getrennt ſind, ſodaß 24 gleich große Parzellen vorhanden ſind. Von dieſen tragen 4 Parzellen die wichtigſten Garten gewächſe, 11 Parzellen zeigen den Anbau der üblichen Feldgewächſe und wechſeln nach Art einer Fruchtwechſelwirtſchaft. 1911 wurden angebaut Zuckerrüben, Hafer, Klee, Winter weizen, Brachfrucht, Raps, Wintergerſte, Kartoffeln, Sommergerſte, Hülſenfrüchte(Erbſen, Wicken), Roggen. Sechs weitere Parzellen, die auch jährlich wechſeln, tragen die verſchiedenſten Sorten von Kartoffeln, Sommergetreide, Leguminoſen und ſonſtigen Futterpflanzen, Winter⸗ getreide, Rüben und Möhren, Mais und Hirſe, Olpflanzen und Geſpinſtpflanzen. Die letzten 3 Parzellen ſind zum Anbau von Dauerpflanzen beſtimmt, wie Luzerne, Eſparſette ete. Die lbrigen Feldflächen, teils unregelmäßiger Form, tragen Obſtbäume(Hochſtämme, Halbſtämme, Buſchform), Beerenobſt, Gras und allerhand Gewächſe ſelteneren Vorkommens, wie auch Pflanzen für den botaniſchen Unterriſcht. Zur Unterbringung der Geräte, Sämereien, Ernte erzeugniſſe iſt ein Häuschen mit 2 Räumen und Schuppen vorhanden. Die Schüler

Von Sr. Excellenz dem Herrn Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten: Thiel, Landw. Jahrbücher, Jahrgang XI.(1910); Ergänzungsband dazu 1, I1, III; Jahrgang XIL(1911); Ergänzungsband dazu l. Landw. Verſuchs⸗Stationen, Band 74, 75(1911); Band 76(1912). Protokoll der Zentral⸗Moor⸗Konmmiſſion: Sitzung 66 und 67(1911). Huppert, Leitfaden der Ma⸗ ſchinen⸗ und Elektrotechnik für Landwirte. Berlin, 1911. Dr. Hollrung, Jahresbericht über das Gebiet der Pflanzenkrankheiten, 1909. Berlin 1911. Statiſtiſche Nachweiſungen aus dem Gebiete der landw. Verwaltung von Preußen. Jahrgang 1910. Berlin, 1912. Denkſchrift über die Moor⸗ kultur und die Moorbeſiedelung in Preußen. A. Möller, Hausſchwammforſchungen, Heft 4 u. 5. 1911.

Von der Kaiſerl. Biolog. Anſtalt, Dahlem b. Berlin: Bericht über die Tätigkeit der Kaiſ. Biolog. Anſtalt für Land⸗ und Forſtwirtſchaft im Jahre 1910. Berlin 1911.

Vom Deutſchen Landw. Rat, Berlin: Th. Echtermayer, Gartenbau auf Moorboden. Berlin, 1911. Krankheiten und Beſchädigungen der Kulturpflanzen im Jahre 1909. Berlin, 1911. Veranſtaltungen zur Förderung des heimiſchen Obſtbaues und der heimiſchen Obſtverwertung in den Jahren 1909 und 1910. Berlin, 1911. O. Kellner, Unterſuchungen über die Wirkung der Palmkerntuchen auf die Milchproduktion, Berlin, 1911. O. Kellner, Mäſtungsverſuche mit Schweinen über die Wirkung von Preßkartoffeln und Kartoffelflocken. Berlin, 1911. Unterſuchungen über die Wirkung der Palmkernkuchen auf die Milchproduktion. B. Spezialberichte der Verſuchsanſteller. Berlin, 1911.

Von Sr. Exellenz dem Herrn Miniſterialdirektor Dr. Thiel in Steglitz: Preußiſche Jahr⸗ bücher Bd. 29(1872) bis 58, 61. 63 bis 83, 85 bis 96, 99 bis 116, 118 bis 123, 125 bis 138(1909). Die Jahrbücher der Deutſchen Landwirtſchafts⸗Geſellſchaft und die Arbeiten derſelben.

Von der Landw. Kammer zu Wiesbaden: Th. Hermſtein, Was der Landwirtſchaftslehrling lernen ſollte. Breslau. 1911. Unſere wichtigſten Seefiſche in natürlicher Größe. Drei einfarbige Tafeln von Prof. Dr. Henking. Desgl. ein Seefiſchbilderbuch.