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nur die obere Schicht derselben mit dem angrenzenden Blattgewebe zur Galle verwendet wird, sieht man daran, dass die Mittelrippe auf der Unterblattseite noch vollständig als Fortsetzung des Blattstiels und als Leiste erscheint, welche sich über die äussere Bodenseite der Galle hinzieht. — Die ursprüngliche grüngelbe Farbe derselben geht nach und nach in's Graugelbe über. Wäh- rend dieser Zeit entstehen auf der oberen Wölbung derselben kleine Risse, welche sich zu einer unregelmässigen Oeffnung erweitern, aus der dann die geflügelten Thiere hervortreten.— Weil die Galle einen Theil der Gefässstränge des Blattes in sich aufgenommen hat, so löst sie sich nicht, wie die von T. ulmi vor dem Blätterfall vom Blatte ab; sie bleibt auf demselben stehen und schrumpft nach und nach ein.
Schisoneura ulmi afficirt den grössten Theil der einen Hälfte des jungen Blattes und zwar an der Unterseite zu der Zeit, wann dasselbe aus der Knospe hervorwächst. Dadurch entsteht auch hier intercalares Wachsthum in der Art, dass die Zellenbildung an und längs der Haupt- rippe, aber in der Regel nicht bis an die Spitze und an den Grund des Blattes, am energischsten vor sich geht, wodurch der schon ausgebildete Rand sich nach der Unterseite des Blattes umbiegt und diese Blatthälfte mit der Zeit eine gelblich grüne, wulstige Rolle bildet(Fig. 5). Dadurch, dass die nicht gereizten Theile an der Blattspitze und dem Blattgrunde weniger rasch wachsen als die dazwischen liegenden, erleichtern sie an diesen Stellen den Verschluss der Rolle. Das Thier bleibt, nachdem es das junge Gewebe zu seinem Zwecke vorbereitet hat, am Blattrande fest sitzen und bewirkt dadurch die Einrollung der Blatthälfte, indem es hier auf die weitere Entwickelung der Rolle denselben Einfluss ausübt, welchen die Tetraneura-Arten auf das Emporwachsen ihrer Gallen dadurch bewirken, dass sie am oberen Ende derselben sitzen bleiben. Diese werden dabei durch die Neubildung von Zellen am Grunde der Galle in die Höhe, jenes mehr in das Innere der Rolle geschoben. Wenn man zu der Zeit, wo die Rolle schon ganz mit jungen Thieren und Wollhaar angefüllt ist, das Mutterthier unter der grossen Menge der verschieden grossen Thiere heraus finden will, so muss man die Rolle mit Vorsicht vollständig aufwickeln, man findet dann dasselbe immer noch an irgend einer Stelle in der Nähe des Blattrandes, ähnlich wie die Tetraneura- Arten am oberen Ende der Galle. Haben mehrere Thiere gleichzeitig das Blatt in Angriff ge- nommen, so findet man dieselben ebenfalls bis zur Zeit ihres Absterbens immer in der Nähe des Blattrandes. Bei näherer Betrachtang sieht man auch, dass die einzelnen Terrains dieser Thiere durch Vertiefung in der Querrichtung der Rolle angedeutet sind.— So oft ich bei meinen Untersuchungen eine Rolle aufgewickelt habe, fand ich jedesmal in der verschiedenen Festigkeit des Blattgewebes am Rande einerseits und in der Parthie nach der Mittelrippe hin andererseits einen weiteren Beweis dafür, dass das Wachsen derselben von der Hauptrippe aus geschieht. Hier brachen die Rippen sammt dem Gewebe wegen ihrer zarten Beschaffenheit in den meisten Fällen durch, wenn die Ausbreitung nicht mit der grössten Vorsicht geschah, dagegen blieb die Randparthie trotz dem, dass sie sich im Inneren der Rolle befand, also dem Licht und der Luft bisher nicht mehr ausgesetzt gewesen war, stets ganz, ja sie war so fest, dass ich sie, um beque- mer beobachten zu können, jedesmal ausbreitete und mit Stecknadeln auf der Unterlage befestigte. — Der Fall, dass ein zweites Thier die Einrollung der andern Hälfte ein und desselben Blat- tes bewirkt, kommt auch vor, aber selten.— Bei Blättern, bei welchen die Rippen weniger ver- holzt sind, löst sich die weissgelb gewordene Rolle nach ihrer Entleerung noch vor dem Blätterfall ab, bei härteren, und dies ist der häufigste Fall, bleibt sie dagegen stehen und wird schwarzbraun.
Am complicirtesten ist die Galle von Schisoneura lanuginosa. Dieselbe befindet sich stets am Ende eines Seitenzweiges. Schon diese Stellung deutet darauf hin, dass illre Zusammen-


