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denn in den Puppenkörper kann es dasselbe wegen seiner kurzen Legeröhre und wegen der Lage des Cocons in der Erde nicht bringen. Ob aber und in welche Larve ein solches Ei gelangt ist, lässt sich nicht bestimmen, weil man in dem äussern Aus- sehen und dem Verhalten keiner von sämmtlichen neben einander fressenden Afterraupen irgend eine Veränderung oder Erscheinung wahrnimmt, welche auf einen solchen Vor- gang schliessen liesse; das Fressen, Wachsen und die Häutungen nehmen vielmehr bei allen ungestörten Fortgang.— In der Erde angelangt, bereitet sich das Thier zunächst eine Lagerstätte, wo es als Puppe ruhen will, indem es die Erde mit Seidenfäden durchzieht. Innerhalb dieser so durchärbeiteten Erdschicht spinnt es dann einen läng- lich eiförmigen, schwarzbraunen durchschnittlich 4“% langen und 2“"im Querdurchmesser haltenden Cocon um sich. Derselbe besteht aus zwei Schichten, wovon die äussere aus Seidenfäden gebildet ist, welche an die das Thier umgebenden Erdtheilchen befestigt sind und allerlei geometrische Figuren dar- stellen(s. Fig. 5), die innere aber einen grünbraunen, seidenartigen, glatten Ueberzug bildet; jedoch sind beide Schichten innig mit ein- ander verbunden und deshalb nicht leicht trennbar. Hat das Thier
den Cocon um sich gesponnen, so findet man es in demselben so
Fig. 3. liegen, dass der Hinterleib nach der Bauchseite umgeschlagen und der Kopf nach der Brust umgebogen ist. Die Umgestaltung zur Puppe beginnt wäh- rend der warmen Jahreszeit auch alsbald, denn schon in den ersten drei Tagen ver- schwinden die Bauchbeine, was dagegen bei der letzten Generation erst nach mehreren Wochen geschieht. Während im Frühjahr und Sommer die auf diese Weise veränderte Larve nach weiteren 3 bis 4 Tagen ihre Haut abstreift und dann in der Puppengestalt von Figur 4 erscheint, behält die letzte Generation des Jahres die veränderte Larvenform bis zum nächsten Frühjahr bei und häutet sich dann erst.— Das Stadium der Puppenbildung ist jetzt vollendet und die Entwickelung zum vollendeten Insect beginnt. Der bisherige Thierkörper ist fast um ĩ⅓ kürzer geworden und hat die Form einer vorn und hinten rein weissen, in der Mitte grauweissen, eiförmigen, an der Bauchseite abgeplatteten Made, welche von einer durchsichtigen Haut umgeben und dadurch ausgezeichnet ist, dass sie an beiden Seiten längs des Körpers eine perlschnurartige Reihe von Erhöhungen hat, welche dem Fusse einer Schnecke nicht unähnlich ist. In der Mitte des Bauches zeigt sich eine dunkele Längslinie und zwischen dieser und den perlschnurartigen Erhöhungen je zwei aus weissen Punkten gebildete Linien, unter welchen die noch weiter nach innen liegende Masse weissgrau durchschimmert. Sowohl die genannten Erhöhungen als auch die


