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tödtet, doß tödte, dpß tödtend, dd getödtet, de er hat gemordet, ddſ morde, def er iſt gemordet worden u. ſ. w. Nun iſt es aber in hohem Grade wahrſcheinlich, daß auch die Urſprache auf der Symbolik der Sprachlaute beruhte, daß in ihr„die ſämmtlichen Laute eine ſymboliſche Kraft beſeſſen haben, mittels deren ſie in einem ebenſo engen Zuſammenhange zum Inhalte des Denkens ſtanden, als der Leib zur Seele“. (Kaulen, Sprachverwirrung S. 74). Die hebräiſche Sprache ſteht ſonach, weil ſie in der Anwendung der Laute eine hohe Vollkommenheit bewahrt hat, der Urſprache am nächſten und konnte darum als die Urſprache ſelbſt bezeichnet werden(vgl. Kaulen, a. a. O. Kap. 8. Scholz, Einl. I, S. 30 ff.).
Seitdem man in neuerer Zeit die früher herrſchende empiriſche Behandlung des Hebräiſchen aufgegeben, gelang es aus den in den Büchern des A. T., vornehmlich den poetiſchen, ſich vorfindenden Archaismen und durch die Vergleichung der verwandten Sprachen, vor allem des Arabiſchen, unverkennbare Spuren des hohen Alters und der Urſprünglichkeit der hebräiſchen Sprache nachzuweiſen(vgl. Ewald, ausf. Lehrb. d. Hebr. S. 23 ff. Hävernick, Einl. I, 1.§ 27). Unzweifelhaft iſt, daß allen ſemitiſchen Sprachen eine größtentheils aus einſilbigen Wurzeln beſtehende Urſprache zu Grunde liegt, welche im Hebräiſchen mit größerer Reinheit als im Aramäiſchen, aber auch in größerer Einfachheit als im Arabiſchen ſich entwickelt hat. Ueber den Ent⸗ wicklungsgang jedoch, welchen dieſe ſemitiſche Urſprache unter den Ahnen Abrahams im oſtſemitiſchen Gebiete und unter ihm und ſeinen Nachkommen in Canaan und Egypten bis zur Zeit Moſis nahm, läßt ſich nichts beſtimmen. Im Pentateuch, auch in jenen Theilen, welche Moſes wohl aus ſchon vorhandenen ſchriftlichen Quellen aufgenommen hat, iſt bereits das Geſetz der triliterae ausgebildet, und die Wort⸗ und Formen⸗ bildung ſo fixirt, daß in der ſpäteren Zeit keine weſentliche Veränderungen mehr vor ſich gingen(Ewald, Geſch. d. V. Isr. I, S. 63 ff. Fürſt, Geſch. d. bibl. Lit. I, S. 36).—
§ 6. Bezüglich der Bildungsfähigkeit und des Wortreichthums der hebräiſchen Sprache möge die kurze Bemerkung genügen, daß ſie an und für ſich der vollendetſten Entwicklung fähig war. Dies beweist die Aus⸗ bildung des verwandten Arabiſchen und die uns erhaltene hebräiſche Literatur, in welcher, da ſie ausſchließlich religiöſer Natur iſt, auch nur die zur Darſtellung der religiöſen Ideen nöthigen Begriffe und Ausdrucksweiſen vertreten ſind, aber in einem ſolchen Reichthum, daß ſelbſt die deutſche Sprache der Hebräiſchen an Synonyma für religiöſe Begriffe nicht überall ebenbürtig zur Seite ſteht. So beſitzt z. B. das Hebräiſche 14 Begriffe für Gottvertrauen, 25 für Beobachtung des Geſetzes, 9 für Nachlaſſung der Sünden, 10 für ſuchen, 9 für ſterben, 18 für zerbrechen, 8 für Dunkel und Finſterniß u. ſ. w. Dieſe Fähigkeit, denſelben Begriff je nach ſeinen verſchiedenen Beziehungen und Modificationen mit anderen Worten auszudrücken, läßt uns ſchließen, welche Kraft und Tiefe dieſer Sprache innewohnte, zugleich geſtattet ſie uns die Annahme, daß auch auf an⸗ deren Gebieten, über welche wir keine Literatur beſitzen, eine ähnliche Mannichfaltigkeit des Ausdruckes ge⸗ herrſcht habe. Jedenfalls darf das ganze Sprachgut des jüdiſchen Volkes nicht lediglich nach der uns erhal⸗ tenen religiöſen Literatur bemeſſen werden, ſo wenig es ſtatthaft wäre, etwa nach Homer den Wortreichthum der griechiſchen und nach Vitruv jenen der lateiniſchen Sprache zu beurtheilen.
Zeiträume der hebräiſchen Hprache.
§ 7. Mit dem Beginn der hebräiſchen Literatur iſt auch die Möglichkeit gegeben, den Entwicklungs⸗ gang der hebräiſchen Sprache mit Sicherheit zu verfolgen. Immerhin aber bleibt es ſchwierig, gewiſſe, durch ihren Charakter ſich unterſcheidende Perioden der hebräiſchen Sprache feſtzuſtellen, da dieſelbe in der Zeit von Moſes bis zum babyloniſchen Exil nur unweſentliche Veränderungen erlitt. Begründet iſt dieſe Erſcheinung, welche von den angeſehenſten Grammatikern z. B. Ewald, Geſenius, Luzzatto, Olshauſen anerkannt wird, ſchon in dem einfachen Bau der ſemitiſchen Sprachen, welcher zumal bei der Stabilität des Orientes Verän⸗ derungen nicht ſo leicht wie bei den indogermaniſchen Sprachen aufkommen ließ. Die politiſchen Verhältniſſe
unterſtützten dieſe Stetigkeit der Sprache, indem das israelitiſche Volk in dem erwähnten Zeitraum nie lange 2
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