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Gronau gehört eigentlich zur Namenbildung Hanau. heißt es S. 101: Ego Durinc trado ad som. Bon. bona Dronke tr. F. cp. 13, S. 35 iſt unter den Orten, welche mea que sita sint in regione saxonie in pago Darlin- den Brüdern des Kloſters Fulda Bier liefern, Grunaha
zwiſchen Hohstete, Holzchiricha, Luterenbach Nuwenburc aufgeführt; S. 84 daſelbſt wird cp. 39 unter
und
den Ortſchaften aus dem Grabfeld u. Tullifeld, in welchem
dem Kloſter Fulda Güter geſchenkt worden ſind, n. 78,
wahrſcheinlich irrthümlicher Weiſe in Beziehung auf den Gau, Grunaha und Gruningen aufgezählt, in welchen
Adelolf ſeine Güter ſchenkte. Adelolf wohnte wohl nur in Tullifeld, mit Grunahe und Gruningen aber ſind unſer Gronau und das in der Wetterau, in der Grafſchaft Solms liegende Grüningen gemeint; denn nach Dr. cp. 38 n. 70 hat ein Adelolf auch Güter in Wolfdiſſen, Odeſtat, Mühlen⸗ hauſen, Unfrideſtat, Schwärzelhauſen, allerdings Orten in Thüringen. Uebrigens werden ſchon 786 nach Tr. Laur.
n. 12 der Abtei Lorſch unter andern Gütern geſchenkt in
Nitachgowe ſolche ad Horeheim et ad Gronowe(falſch geſchrieben tr. Laur. n. 3397 Guonowa) et ad Turchila- willa. Letzteres iſt das nahe dabei liegende jetzt ſo genannte Dörtelweil. Horeheim, jetzt Haarheim, liegt etwas weiter
unten an der Nidda an der Mündung des Eſchbaches in
jene. Gronau liegt an der Einmündung der Nidder in die Nidda, da wo das erſtere Gewäſſer noch durch eine un⸗
erwartete Nordwendung mit der Nidder eine recht ausge⸗
dehnte Wieſenhalbinſel bildet. Die Flurnamen um Gronau „die lange Wieſe“ mit dem Weiher,„die Bachwieſe“, „Nachtwieſe“,„Breite Wieſe“,„Bornfeld“, entgegengeſ. den
Flurnamen„auf der Helle“,„auf der Heid“ liefern zur
Genüge den Beweis, daß wir es mit einer Grünen Au zu thun haben.
Noch ein nur einmal in dieſer Form im Kreiſe vor⸗ kommende Name iſt der des ausgegangenen Ortes Gras⸗ lock. Nach Dhein's handſchriftl. Nachr.(Dommerich a. a. O. S. 158 Anm.) ſollen am 18. Aug. 1551 das letzte Haus davon, nachdem„die Grapaten es verſchliffen“ haben, ſtehen geblieben ſein; nach der Deſignation der Graſſch.
Klein⸗Steinheim niedere Steinheim heißt.
Hanau v. 1607 war es aber noch als Dorf aufgeführt,
1563 nach Hochſtadt eingepfarrt. Schreibung Grayßlock vor.*) *) Vgl. hierzu noch das Material bei Dommerich S. 9. Anm. Groſchlag lag darnach zwiſch. Hochſtadt, Biſchofsheim und Dörnigheim nahe der Braubach(Bruibach.)
Vom J. 1443 liegt die
Dr. tr. F. c. 41 n. 104 Wippermann, Buckigau S. 15 aufgeführt wird.
gin locis nuncupatis burg et Grasaloh. quicquid proprietatis habere uisus sum. Dies Grasloh(Förſte⸗ mann D. O. S. 141 nimmt an, daß Graſſel im Amt Fallersleben daher entſtanden, und erinnert an Grasatellin. wohl Grasdelle) rangirt wohl mit dem Ausdruck Crutlach (Wagner, Wüſtungen Starkenburg S. 185).(cf. Quie- lohon Dr. c. 38 n. 71 Wanelochen ibid. n. 18; Hase- laha ibid n. 77; auch Suarzelohen 490) und bedeutet wohl Graslache.
Von den Burg's iſt Naumburg eine alte Propſtei bei Windecken, bereits 1087 genannt, wo K. Heinrich IV (cf. Würdtwein Subs. Dipl. T. V, p. 254) ſagt: ad
petitionem— Spirensis Episcopi Huozmanni S. Marie ad Ecclesiam Spirensem tradimus Nuenburg in Wettereiba in Comitatu..... cum omnibus appenqdiciis.
Auch iſt es, wie S. 15 ſchon aufgeführt iſt, neben Grunaha,
Hohstete Holzchiniha etc. als Nuwenburc aufgeführt, alſo die Neue Burg. Es iſt da, nämlich Dr. tr. F. cp. 13 S. 55, zuſammengenannt ferner auch mit Reichenbach Richenbach, Flieden, Lutter und Crucebure; dieſes aber nach Steiner, 5 hiſtor. Aufſätze Darmſtadt 1868 S. 4 die alte in den Urkunden für das heutige Groß⸗Klein⸗ Krotzenburg vorkommende Schreibung, alſo nach der Ableitung von crux= Kreuz. Während es aber noch zweifelhaft iſt, ob nicht das vorhin erwähnte Cruceburg Kreuzburg an der Werra darſtellt, ſcheint Dr. cp. 57 S. 137, wo Cruciburg unmittelbar vor Mainz aufgeführt iſt, unſer Krotzenburg gemeint zu ſein. Uebrigens heißt es ſchon 1371 Wagner Wüſtungen, Starkenburg, S. 212 Crotzinburg(Vogtei zu); nur iſt da noch nicht von einem Groß⸗ u. Klein⸗ die Rede; auch werden in dieſer Urkunde die beiden Auheims geſchieden in das Auwheim bei Hanau und das Auheim bei Steinheim, während es 1425 ſtatt Krotzenburg war bis zum Jahr 1816 Mainziſch und konnte alſo leicht neben Mainz aufgeführt ſein. Der Volksmund ſagt auch Klotzeburg, und es iſt immerhin zu notiren, daß ein Klotze⸗ burg oder Clausburg in der Pfarrei Rethem auch von
Die Namen Beiersrode(Beiersröder Hof) und Mühlenrode, letzteres ausgegangen, repräſentiren die
Zuſammenſetzung mit— Rode im Kreiſe. Erſteres iſt klar,


