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Sprendilingum, Biscofesheim, Seckibach etc. geſchenkt u. beſtätigt habe. So wird der Ort noch oft genannt. Auch Eckenheim geht auf einen häufiger vorkom⸗ menden Namen(vgl. Dr. Joh. Eck von Ingolſtadt) zurück. Die älteſten Schreibungen lauten auf Eccenheim., Eggen- heim; letztere Schreibung Dronke tr. Fuld. S. 103 n.
14, Förſtemann A. N. II führt S. 11 noch an Eggen-
heim Dr. n. 373 aus dem 9. Jahrhundert; Eccinheim
Laur. n. 3400 saec. 8(ſiehe oben S. 5), Eggenheimer
marcha Dr. tr. c. 42, 14 und geht zurück I, S. 107 f. auf den Perſonen⸗Namen Acco, Akko, Acho, Egi, Eggi (ann. Laur. Pertz I, 120), Eggo, Ecco. Ekko u. ſ. w.
Auf eine andere Ableitung könnte eine Schreibung, welche
ſich in einer Urkunde von 1120 Wenck II Urk. S. 62 findet, hinlenken. Hier verſchenkt die Schweſter Frithurun vom Kloſter Helmarshauſen in Niederheſſen einen Weinberg und eine Hufe, welche ſie in Kechenheim juxta Franko- nonfort beſaß, mit 2 daſelbſt wohnenden Miniſterialen an jenes Kloſter. Da ſich Dr. tr. S. 149 n. 182 b. ein Gut mit Namen Echenhou genannt findet, und dieſer Name wohl ohne Widerſpruch Eichenhau, Gehau in den Eichen, zu erklären iſt, ſo könnte man bei der Schreibung Aechen- heim auch ein Heim zu den Eichen denken; doch bleibt nach der heutigen Ausſprache des Namens, einer anderen Schrei⸗ bung Aeckenheim in eben jener bei Wenck aufgeführten Urkunde und den anderen alten Schreibungen die Ableitung vom Perſonen⸗Namen Ecko maßgebend.
Ein Name entſchieden zweifelhafterer Bedeutung iſt Enkheim. Eine alte Schreibung dafür ſteht mir nicht zu Gebote. Ennikeim genannt. Bei Dronke cp. 37 S. 68 iſt unter den in Friesland zum Kloſter Fulda gehörigen Orten ein Anigheim aufgeführt, auf welches auch Förſtemann D. O. S. 130, in Anknüpfung an das althochdeutſche angi = enge, verweiſt, dazu auch noch ziehend Enghoma(8) Schwaben, Engberg, Engbrück, Enghingen und Engwird. Allerdings kann man von der Lage unſeres Enkheim unterhalb Bergen ſagen: daß es in einer engen Spalte des Bergabhanges gelegen iſt. Ebenſo z. B. liegt
in
Einmal wird in einer Urkunde von 1321 ein Namen verſchaffte.
Engweiler im Elſaß, in den Vogeſen, weſtwärts Waſſeln⸗
heim bei Zabern oben in einem eugen Thale, in einer Gegend, wo ſich eine ganze Anzahl aus natürlichen Orts- verhältniſſen erwachſenen Namen findet, als:
V Urkunde,
dieſe Ableitung auch wieder im Hinblick auf die Schreibung Emichinbrunnin aus d. 11. Jahrh. für Engabrunn. Auch gibt es ein Ingweiler im Elſaß und eben dort in der Nachbarſchaft ein Ingenheim zw. Bergzabern und Landau, Inginheim trad. Wizenb. ann. 739 n. 14, das mit Ingelevo(Ingeleben bei Helmſtedt, Ingendorf bei Köln), Ingunruti(Engenreute bei Weingarten in Würtem⸗ berg, Ingoniwilari trad. W. I, 52 ad. ann. 742) auf einen Perſonen⸗Namen Ingo zurückzuführen iſt. Hierher⸗ zuziehen iſt jedenfalls noch Enchenstein tr. W. n. 178 (774 Ungſtein bei Worms?) Enchova Erath, Cod. diplomat. Quedlinb. 2, a. 927, Enninchovun M. Boic. a. 1011 XXVIII a. 432 Enkenhofen im Oberamt Wangen?, Enghauſen bei Priel Landgr. Moosburg u. b. Paderborn. Vielleicht ſindet ſich ſpäter noch Aufklärung.
Zweifelhaft zwiſchen Perſonen⸗Namen⸗ u. Ortsverhält⸗ nißbildung liegt ebenſo der Name Fechenheim. Dieſer Name alt geſchrieben auch Vachenheim könnte zurückgeführt werden auf cinen Perſonen Namen Facco(vgl. Neugart Cod. Diplom. Alemanniae 1791 z. J. 817 bei Förſtem. A. N. I S. 398) oder modern auf Fack, Fech. Noch jetzt heißt eine ehemalige Mahlmühle, jetzt Ziegelfabrik von Riegelmann u. Comp. bei Bruchköbel, die Fechenmühle, nach Johann Fech aus Ortenberg, der(vgl. Amtl. Kalender f. d. Heſſ. Fürſtenth. Hanau 1863 in dem Aufſatze: Ein Schultheiß in Bruchköbel S. 37) dieſe ehemalige Falken⸗ ſteiner Mühle d. h. des eingegangenen Kloſters Falkenſtein welche ſchon vor 1300 vorkommt, pachtweiſe übernahm und ſich als Gerichtsſchöffe und Kirchenälteſter im 30jährigen Kriege durch gemeinnütziges Wirken einen ſehr geachteten So könnte auch Fechenheim nach einem Fech oder Fach genannt ſein. Allein der Name läßt noch eine andere Deutung zu. Von Rumpenheim führt links des Mains nach Fechenheim ein ſogenannter Fachweg, ein eben ſolcher Fachweg aber auch von Fechenheim rechts des Mains nach Offenbach, und ſüdlich von dem letzteren Weg liegt das Fachfeld. Dieſe Oertlichkeiten müſſen in Bezug zu dem Namen des Ortes ſtehen. Die Frage iſt, was bedeutet Fach?
Bei Dronke trad. Fuld. S. 151, n. 74 ſteht eine in welcher ein Fiſchfang an der Weſer bei Wieſenfeld und Seefeld(Seewieſen und einen Bodenſee
Thal, Brei⸗ findet man auch in der Feldflur von Fechenheim am Main,
tenbach, Tiefenbach u. ſ. w. Dabei bezweifelt aber Förſtem. vgl. Topogr. Generalſtabskarte v. Kurheſſ.) bezw. Otten⸗


