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Mertian beſtimmender Umſtand, Reimarus Andeuter, Wolke Perſoner vor, Campe gab dem Andeuter oder Andeutew. oder auch bloß Deutew. den Vorzug.
5. Numerale.
Das Zahlwort, bei den älteſten deutſchen Grammatikern Zahl⸗, Zahlenw., lat. nume- rale, griechiſch onoma arithmetikon(bvoνα αει⁸μσια⁶), gibt entweder die Anzahl, oder das Verhältniß der Reihe, eine Reihenfolge an.— In jüngerer Zeit(namentlich ſeit Becker) werden den beſtimmten Zahlwörtern unbeſtimmte entgegengeſtellt, die aber entweder Adj. oder Pron. ſind, nämlich: keiner, jeder, jeglicher, jedweder, etliche, etwelche, einige, manche, alle, viel, mehr, mehrere, wenig, weniger, ganz.
6. Verbum.
Das Verbum(ungut Verb) ſagt das Sein, Thun oder Laſſen einer Perſon, eines Ge⸗ genſtandes aus und hat daher ſeinen Namen, lat. verbum, griech. hrema(Pfua) d. i. das Geſagte, Wort. Weil dieſes Sein, Thun oder Laſſen nur in einer beſtimmten Zeit eintre⸗ ten kann, darum heißt dieſer Redetheil von Schottel an bei den meiſten Grammatikern Zeit⸗ wort. Andere Namen ſind: Redew. bei Heyſe, Meldew. bei Schmitthenner, Zuſtandsw. bei Deſaga, Thätigkeitsw. bei Peter, Satzw. oder Ausſagew. bei Joſt, Bindumſtand bei Mertian, Handlungsw. bei Ramler(Briefſteller), Sagew. bei Wolke.
7. Adverbium.
Dieſer Redetheil(ungut Adverb), lat. adverbium(ad verbum), griech. epirrhema (Exippaua) d. i. zum Verbum gehörig, gibt die näheren Umſtände der Thätigkeit, des Zuſtandes des Verbums, dann auch die näheren Umſtände der Eigenſchaften des Adjektivs und Adverbiums an, beſonders nach Ort, Zeit und Weiſe.— Dieſer Redetheil heißt bei Schottel, Gueintz und Stieler Zuw., bei Stieler im Wörterbuch Beyw., bei Gottſched Nebenw., bei Löwe Umſtandsw. Adelung nennt 1782 die Zeit⸗ und Ortsadverbien Umſtandswörter, die übrigen Adverbien Beſchaffenheitswörter, ſpäter nennt er alle Adverbien Beſchaf⸗ fenheitsw. Wolke hat Umſtandner. Honcamp und Dieckhoff ziehen das ganz allgemeine Beſtimmungsw. vor. Mertian gebraucht früher den unklaren und mißlautenden Namen Umumſtand, ſpäter den nicht beſſern Ueberumſtand. Campe ſchlägt Ausſagebeſtimmer oder Ausſagebeſtimmungsw. vor,
8. Präpoſition.
Die Präpoſition, lat. praepositio, griech. prothesis(* εασα) d. i. Vorſetzung, bezeichnet in einem Satz das Verhältniß der Perſonen oder Dinge zu einander oder zu der Thätigkeit, beſonders nach Ort, Zeit und Weiſe.— Dieſer Redetheil, im Lat. und Griech. nach ſeiner Stellung im Satze benannt, heißt bei Schottel u. v. A. Vorw., bei Heyſe u. v. A. Verhältnißw., bei Wolke Wortverhältniſſer, bei Honcamp, Wurſt, Barthel Rich⸗ tungsw., bei Klopſtock Beziehung und Verhältniß, bei Popowitſch Haftw., bei Mertian unvollſtändiger Bezugſtand.
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