4
prant, Haduwic, Hathuwic(Hedwig), Iladebert, Hadebald, Hadowart, Hlathumod(Abtiſſin in Gandersheim) und die einfachen Namen IHaddo, Hatto.— Der Perſonennamen Iladumar, Hadumarus(angelſächſ. Héöad- homaere) findet ſich in abweichenden Schreibungen auch Hademarus, Had- hemarus(im Heere K. Ludwigs I.). Der Biſchof von Paderborn(am Ende des 8. Jahrhunderts) heißt bei Pertz(Monum. VI, 151) Hathumarus. Der im Jahr 956 geſtorbene Abt von Fulda heißt bei Pertz an verſchiedenen Orten Hladumarus, Hathumarus, Hadamarus, Hademarus. Ohne Bin⸗ dungsvocal heißt es bei Pertz(VIII, 621) vom Jahr 968: Familia comitum de Hadmersleben. ⁵)
Der Name unſerer Stadt ſchreibt ſich demnach her von einem Manne Hadamar, der hier anſäſſig war, was ſchon aus der Auführung Hatimero- marca ſich ergibt.
Erſte Periode.
Johann Ludwig, deſſen unbeſtechliche Redlichkeit, ſtrenge Nechtlichkeit, verſöhnenden Geiſt und ungeheuchelte Frömmigkeit Freunde und Gegner gleich⸗ mäßig anerkannten, lebt im Herzen der Bewohner Hadamars als Fürſt, als Wohlthäter, als Gründer des Gymnaſiums fort. Er wurde geboren den 12. Auguſt 1590 auf dem Schloß zu Dillenburg, genoß eine ſorgfältige Erziehung, ſtudierte mit muſterhaftem Fleiß auf mehreren gelehrten Anſtalten(bis zum Jahre 1602 zu Herborn, hierauf in Sedan, 1604 in Genf), bildete ſich dann auf Reiſen, kehrte, reich an Welt- und Menſchenkenntniß, zurück und ver⸗ mählte ſich am 26. Auguſt 1617 mit der geiſtig und ſittlich höchſt gebildeten Gräfin Urſula von Detmold(geb. 15. Februar 1598, geſtorben 27. Juli
⁵³) Nach Grimms Vermuthung iſt der bei Tacitus(Annal. XI, 16) ſo verſchieden ge⸗
ſchriebene Name Catumerus, Cattumerus, Actumerus, Cactumerus, Cacumerus der alt- hochdeutſche Name Hadumàr. Auch der Name des vornehmen Jünglings Catualda(Tacit. Annal. II, 62) gehört wol hierher, für Haduvalda, lombard. und fränk. im 6—8. Jahrh. Chadoaldus, aus Hadu und goth. valda, althochd. walto, mittelhochd. walte, neuhochd. Walter und—walt(Sachwalter, mittelhochd. sachewalte, Anwalt, althochd. anawalto und anawalt). Vergleiche in Bezug auf é und à in mérus und marus die goth. Gibimer, Gundameér, Ricimêr, Theodemèr(für—meér häufig—mir geſchrieben); bei Tacitus(An- nal. I, 60. 71. II, 17. 45) Segimérus, Inguiomérus; bei anderu— marus, z. B. Chno- domärus(genere clarus); in althochd. Diplomen Danchmäâr, Dietmâr, Reginmar u. a. Siehe weiter Grimm II, 333. 469. 533. 571.


