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des Umganges, der Mundart oder wohl der beſonderen Provinz in Articuli⸗ rung einzelner Laute, in dem Gebrauche der Woͤrter, Redensarten und Wendungen, und in einer eigenen Betonung gegen allgemeine Verſtaͤndlich⸗ keit, Richtigkeit, Reinheit, Beſtimmtheit, Schoͤnheit und Wuͤrde der deut⸗ ſchen Sprache, als Eigenthuͤmlichkeit ihrer Sprachgemeinſchaft, zu behaup⸗ ten ſucht, iſt es, was die Schule zu entfernen, zu verbeſſern und zu ver— edeln ſuchen wird. Hierzu fuͤhrt auf gelehrten Schulen zunaͤchſt die muͤndliche Aeußerung. Durch die Rede offenbart die menſchliche Natur zuerſt und am klarſten die ſelbſtthaͤtige Kraft des in ihr tief verborgenen, freyen und ſich ſelbſt nur gebietenden Bildnertalentes. In den Jahren ſchon voran⸗ geſchrittener Entwickelung und reiferer Befaͤhigung der jugendlichen Seele bricht das gefuͤhlte Bebuͤrfniß der Mittheilung maͤchtig hervor und zeigt, eine willkommene Erſcheinung, dem erziehenden Lehrer, bald den Drang ei⸗ ner aufgeregten Wißbegierde, bald die Bluͤthe eines edeln Selbſtvertrauens. Die Schule folge dieſem Winke und leite, ordne und ſchmnuͤcke die ſelbſtthaͤ— tige Ausbildung der muͤndlichen Darſtellung. Nicht einzelne Laute, welche zu oft nur die nicht genuͤgenden Antwortszeichen der gegebenen Fragen ſind; auch nicht einzelne Woͤrter allein, ſondern ganze Saͤtze verſuche der Zoͤgling vernehmlich und richtig auszudruͤcken; ja laͤngere Uebungen ſeiner Redefertigkeit in Erzaͤhlungen, in Wiederholungen des Gelernten und dem Gedaͤchtniſſe Anvertrauten ſollen ſeine Thaͤtigkeit beſchaͤftigen. Den Haupt⸗ gedanken des Satzes hebe er in lauter und verſtaͤndlicher Rede hervor, und indem er die aufgefundenen Nebengedanken, erklaͤrend, ausbildend und ver⸗ ſchoͤnernd, ihrem Werthe nach ausſpricht, ſo ſtelle der Ton und der Aus⸗ druck des Ganzen, dasjenige zuſammenhaͤngend dar, was er ſagen will. Hier ſey ihm das klare, richtige und edle Wort des fuͤhren⸗ den Lehrers ein lebendiges Muſter der Verſtaͤndlichkeit, Reinheit, Beſtimmtheit und Wuͤrde der Sprache, welches


