B
ſtrafen.— Den Kreis dieſer Pflichten, zu welchen die Anſtalt verbindet, ſtellen die oͤffentlichen Schulgeſetze in einer Form dar; ſie beſtim⸗ men zugleich die einzelnen Mittel, durch deren Anwendung die oͤffentliche Er⸗ ziehung unterſtuͤtzt und geſördert werden ſoll. Dieſe Disciplinarmittel aber, aus dem Zwecke der Anſtalt und den Grundſaͤtzen ihrer Einrichtung und Stel⸗ lung abgeleitet und der ſtufenweiſen Erziehung ſich anſchließend, ſind und bilden ein organiſches Ganze, und beziehen ſich eben ſo genau und innig auf das Ziel aller Disciplin, auf ſittliche und religioͤſe Selbſtthaͤtigkeit, daß es eine verkehrte und verderbliche Anſicht iſt, ſie, außer ihrer Verbindung, in einer einſeitigen Stellung zu betrachten und ſie ſelbſt die Disciplin oöfefentlicher Schulen zu nennen.— Man glaube nicht, daß es die Schule zu ſtreng neh— me; man entſchuldige nicht mit Kleinigkeiten: dieſe ſind feine, zarte Theile und auch dieſe Theile vollenden das Ganze—; noch weniger muthe man der oͤffentlichen Disciplin ſchonende Ausnahmen anz; dieſe verletzen das allgemeine Geſetz und hiermit das Recht Aller und ſtoͤren ver⸗ derblich den Bildungsgang der Eigenthuͤmlichkeit des Beguͤnſtigten und Vor⸗ gezogenen.
Die Lehrobjecte der vaterlaͤndiſchen, gelehrten Vorſchulen bilden ein Gan⸗ zes; an ſie reihet ſich die Disciplin in ihren Grundſaͤtzen, ihrem Wirkungs⸗ kreiſe und ihren Mitteln als ein Ganzes. So wie jene eine Methode ihrer Behandlung fordern, ſo gedeiht auch nur die Disciplin, wenn ihre Anwen⸗ dung in den einzelnen Stufen der Vorbildung auf Einem Wege und in Einem Geiſte verſucht wird. Daß dieß erreicht werden ſoll, iſt klar, da die Anord⸗ nung der vaterlaͤndiſchen, gelehrten Vorſchulen eine allgemeine Form der Dis⸗ ciplin feſtſtellt. Die vorgeſchriebenen Lehrerconferenzen entſprechen durch wech⸗ ſelſeitigen Austauſch und Mittheilung der Disciplinaranſicht und Erfahrungen einem ſehr wichtigen Theile ihrer Beſtimmung; und uͤberdieß beſtaͤtigen und erheben die monatlichen Cenſuren die Achtung und Wirkſamkeit der treu ge⸗


