Aufsatz 
Die vaterländischen gelehrten Vorschulen
Entstehung
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fachen Standpunct, von welchem die Pflichten der einzelnen Schuͤler abgeleitet werden muͤſſen. Die oͤffentliche Disciplin hat das ſittliche, religioͤſe Leben des Einzelnen, als eines Individuum der Schule, ſodann im Ver⸗ hältniſſe zu den einzelnen Genoſſen und endlich in Beziehung zu der ganzen Anſtalt und ihrer ſichtbaren Wirkſamkeit, als ihre Auf⸗ gabe, zu betrachten. Das Verhaͤltniß zu den Lehrern, in ſo fern ſie die Schule und ihre Wirkſamkeit: urch Unterricht und Erziehung darſtellen, fließt, wie es nicht mit Unrecht ſcheint, mit dem Verhaͤltniſſe zu der ganzen Anſtalt zu⸗ ſammen. Sehen wir nun auf den Grund aller Schuldisciplin, ſo kann keiner hoͤ⸗ her, allgemeiner und richtiger gedacht werden, als reine Sittlichkeit und Religioſitat. Dieſe bleiben fuͤr das ganze Leben des Menſchen als eines ver nuͤnftigen Weſens der hoͤchſte Grundſatz ſeines Handelns; und ſo ſind dieſe gewiß auch mit Recht als Grundſatz in dem engen Kreiſe der Jugendwelt, welche, als Vorſchule fuͤr das Leben, den jungen Menſchen zu einer freyen morali ſchen und religioͤfen Thaͤtigkeit einfuͤhrt, in den vaterlaͤndiſchen, gelehrten Vor⸗ ſchulen feſtgeſtellt. Wenn auch die verſchiedenen Stufen durch welche die Entwickelung des jugendlichen Willens, Gefuͤhls und Verſtandes in den geſon⸗ derten Perioden des Emporreifens, Vorherrſchens, Zuruͤcktretens und Feſtſte⸗ hens der korperlichen Kraft in der Schulzeit voranſchreitet, auf eine geeignete, erziehende Behandlung Anſpruch machen; ſo muß doch jener erſte Grundſatz das Ganze leiten und beſeelen, und, wenn auch nicht in jeder Stufe von ihm ausgehend, muß die Schule in jeder Stufe zu demſelben hinwirken. So iſt es denn Ziel der Disciplin, die freye Thaͤtigkeit des Einzelnen, auf der einen Seite, in dem Verhaͤltniſſe zur Schule, als Gehorſam, zu den Gliedern der Anſtalt, als rechtliches, edles Betragen, zu dem eigenen Selbſtzwecke, als Fleiß in das Leben zu fuͤhren; auf der andern aber, hier zu verhuͤten, aufzuhalten, zu unterdruͤcken, was, jenes Ziel zu erreichen, ſich entgegen ſtellen ſollte; dort zu ermahnen, zu gebieten und zu