Aufsatz 
Anleitung zur Behandlung der Taubstummen nach deren Entlassung aus der Anstalt
Entstehung
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Decimalbrüche, Verwandlung der Decimalbrüche in gewöhnliche und umgekehrt; die Grundrechnungsarten mit benannten Zahlen und einfache Regeldetrie; Fortſetzung des algebraiſchen Kopfrechnens.

II. Kl. 2 St. Im Sommer: Bürgerliches Rechnen mit geraden und entgegengeſetzten, einfachen und zuſammenge⸗ ſetzten Verhältniſſen mit mündlicher und ſchriftlicher Löſung; die Proportionslehre, doch nicht vollendet. Im Winter: Proportionslehre, das Quadriren und Kubiren nebſt Wurzelausziehen; die verſchiedenen Rechnungs⸗ arten des bürgerlichen Lebens. 3

I. Kl. 2 St. Im Sommer: Das Kubiren und Wurzelausziehen; das Rechnen mit entgegengeſetzten und allgemei⸗ nen Größen. Im Winter: Einfache Gleichungen; Einiges über Potenzen und Potenzrechnen. Wiederholung des Geſammtrechenunterrichtes und Ergänzung des bürgerlichen Rechnens.

2 St. Anweiſung zur Ertheilung des Rechenunterrichts in der Volksſchule mit praktiſchen Uebungen.

2. Raumlehre.

III. Kl. 2 St. Im Sommer: Betrachtung, Beſchreibung und Eintheilung der mathematiſchen Körper; die Linien, Winkel und Flächen und deren Meſſung. Im Winter: das Meſſen nund Berechnen der Körper; Vergleichung und Meſſung der Winkel mit mathematiſchen Beweiſen.

II. Kl. 2 St. Im Sommer: Die Congruenz der Dreiecke mit Anwendung aufs praktiſche Meſſen. Die räumliche Vergleichung der Figuren mit darauf gegründeter Verwandlung und Theilung. Im Winter: Die Kreislehre und Beginn der Aehnlichkeit der Figuren ſtets mit praktiſcher Beziehung.

I. Kl. 2 St. Im Sommer: Die Aehnlichkeit der Figuren mit Anwendung auf Theilung, Verwandlung und geo⸗ metriſches Zeichnen, wie auf Gebrauch des Meßtiſches. Im Winter: 1 St. Stereometrie und Berechnung der Körper. Wiederholung des Geſammtunterrichtes. 1 St. Unterweiſung über den geometriſchen Unter⸗ richt in der Volksſchule mit praktiſchen Uebungen. Zitzer.

f. Geographie.

III. Kl. 2 St. Vorbegriffe; die Erdtheile mit Rückſicht auf ihre Flächenbeſchaffenheit; Entwickelung ihrer Küſten; die Meere mit Berückſichtigung ihrer phyſikaliſchen und merkantilen Beſchaffenheit; Centralpunkte des Eiſenbahn⸗ netzes und Waſſerſtraßen. Im Winter: Staaten und Völker Europas, das Herzogthum Naſſau ſpeciell. (Schacht und das zweite Leſebuch.) Becker.

II. Kl. 2 St. Die Umriſſe von Europa; phyſiſche und politiſche Beſchreibung von Deutſchland mit Rückſicht auf die Naſſauiſche Staatseinrichtung und unter Vorzeigung vieler Abbildungen,(Schacht's Schulgeographie.) Gz.

I. Kl. 1 St. Die Bewegung der Himmelskörper von verſchiedenen Standpunkten und die damit zuſammenhängen⸗ den Erſcheinungen auf der Erde; Einiges über Kalenderkunde und Sonnenuhren; das Sonnenſyſtem und der Sternenhimmel. Zitzer.

g. Geſchichte.

IHI. Kl. 2 St. Erzählungen aus der Geſchichte der älteſten Kulturvölker, der Griechen und Römer bis Auguſtus. Geſchichtstabelle.(Nach Dittmar, Grube und Vetter.)

Il. Kl. 2 St. Von den Griechen bis Auguſtus. Urzuſtand Deutſchlands, Hermann, Ueberſicht über die folgende Zeit in Verbindung mit dem Kirchengeſchichtlichen; die Völkerwanderung, Karl der Große bis Otto der Große. Geſchichtstabelle.

I. Kl. 1 St.(In Verbindung mit 2 St. Kirchengeſchichtlichem.) Deutſche Geſchichte von Ludwig d. Fr. bis zum Wiener Congreß, jedoch mit bloßen Ueberſichten über die minder wichtigen Kaiſer und Zeiten. Geſchichts⸗ tabelle. Göz.

. h. Naturkunde.

III. Kl. 2 St. Im Sommer Botanik, im Winter Zoologie. Beſchreibung der Phanerogamen; Anlegen von Herba⸗ rien, das Exemplar zu etwa 100 Species; die Wirbelthiere, von welchen die Säugethiere und Vögel be⸗ ſonders berückſichtigt wurden. Mit den Käfern und Schmetterlingen wurde begonnen.(Nach Leunis.)

II. Kl. 2 St. Im Sommer Zoologie: Beſchreibung von Käfern und Schmetterlingen. Präpariren derſelben, Anle⸗ gen von Sammlungen. Im Winter: Anthropologie, das Knocheugerüſte, das Muskel⸗ und Nervenſyſtem, der Verdauungsapparat; Mineralogie mit den Verſuchen auf trocknem und naſſem Wege. 2

I. Kl. 2 St. Phyſik mit Chemie. Mechanik feſter, tropfbar⸗flüſſiger und gasförmiger Körper; Schall, Wärme, Licht, Magnetismus, Electricität und Galvanismus konnten nur mit Rückſicht auf das Wiſſeuswertheſte für den Elementarlehrer vorgetragen werden. Aus der Chemie: Die Elemente, Baſen, Säuren und Salze, in⸗

ſoweit dieſe in nächſter Beziehung zur Phyſik und dem Leben ſtehen. Becker. I. Landwirthſchaft.

III. Kl. 1 St. Von den Bedingungen des Pflanzenlebens, Bodeneintheilung, Bearbeitung, Verbeſſerung und Benutzung; insbeſondere vom Hopfen⸗, Tabak⸗ und Maulbeerbaumban. Die verſchiedene Fortpflanzung der Obſtbäume, das Säen, Verpflanzen, Veredlen und Beſchneiden der Baumſchule. Das Nothwendigſte über den Gemüſſegarten.

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