Aufsatz 
Caesar in Aegypten (48/47 v. Chr.). Historisch kritische Untersuchung / Heinrich Jung
Entstehung
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dρσοσς νεοενν und Pomp. 80 άτς ε αu⁴ed α!ꝛτ ειαςεκς τνν τσν πιοιιτααιαννφραωνισσν, ebenso App. V, 9. Doch sind wohl die Ausdrücke ανν yieœ⸗ und αςνιεε oᷣαά in dem Sinne, wie Oros. I. c. rew ipse mersus est schreibt, aufzufassen, verschwinden in den Wellen, untergehen; cf. Herod. VII, 6 vαιο αe d ν αœνοννο. Plutarch erwähnt eben nicht, dass der königliche Leichnam wieder gefunden wurde, was noch nicht gegen die Benutzung des Livius spricht. Auch Dio enthält die dem Livius eigentümliche Notiz nicht; welcher Quelle dieser überhaupt im 43. Kapitel gefolgt ist, lässt sich nicht sagen.

Auf die Niederlage der Alexandriner am Nil folgte die Kapitulation von Alexandria. Mit grosser Selbstbefriedigung weiss hiervon das b. Al. 32 zu erzählen. Cäsar war magna victoriae fiducia, er hatte grosses Vertrauen zu seinem Siege, neque eum consilium suum fefellit, quin hostes eo proelio audito nihil iam de bello essent cogitaturi. Daher proximo terrestri ilinere Alexandriam cum equitibus contendit. Er zog in den von den Feinden besetzten Stadtteil ein; die ganze Menge der Städter kam advenienti Caesari wie Bittflehende entgegen und ergab sich ihm. Auffallend ist in dieser Erzählung, dass die Alexandriner dem ankommenden Cäsar schon veste ca sumpta, qua supplices dominantes deprecari consuerunt, sacrisque omnibus prolatis, quorum religione precari offensos iratosque animos regum erant solili, entgegeneilten, sie hatten sich also für den Empfang Cäsars vorbereitet, mussten demnach schon von ihrer Niederlage gehört haben, wie es ja auch heisst: quin hostes eo proelio audito nihil iam de bello essent cogitari. Es kommt uns hier eine Notiz des Oros. VI, 16, 2 zu Hülfe qua(urea lorica Plolemaei) Caesar Alexandriam prae- missa Alexandrinos omnes ad deditionem desperatione compulit. Darnach hat Cäsar den Panzer des ertrunkenen, aber wieder aufgefundenen Königs nach Alexandria vorausgeschickt, damit man dort einen untrüglichen Beweis für die Niederlage der Agypter habe. Auf diese Weise konnte Cäsar hoffen, dass die Alexandriner nicht mehr an Krieg dachten. Er musste aber ihre augen- blickliche Verzweifelung benutzen, deshalb eilte er alsbald auf dem nächsten Wege mit der Reiterei nach der Stadt und nahm ihre Übergabe entgegen. Während im b. Al. mehr die magna victoriae fiducia des Cäsar und der dignus fructus virtulis et animi magniludinis, den der ankommende Sieger davontrug, hervorgehoben wird, hat Livius mehr die desperatio der Alexandriner betont. Mit dieser principiellen Darstellungsweise im b. Al. hängt der Umstand zusammen, dass sein Verfasser es unterlassen hat, von der Wiederauffindung der königlichen Leiche etwas zu erzählen (vgl. S. 45).

Die Übergabe von Alexandria erfolgte am 27. März 47 ¹). Es ist die Ansicht aufgestellt worden, an demselben Tage habe die Entscheidungsschlacht stattgefunden, Cäsar sei also an gleichem Tage noch vom Schlachtfeld weg nach Alexandria geritten; in Verbindung hiermit wurde auch das Schlachtfeld möglichst in die Nähe der Stadt verlegt ²). Dass sich das Geschick zwischen Cäsar und Ptolemäus nicht sehr weit von Alexandria entschieden hat, ist oben an Hand der Quellen zu zeigen versucht worden, dass aber Cäsar bereits am Tage der Entscheidungsschlacht nach Alexandria geritten sei und die UÜbergabe der Stadt entgegengenommen habe, gegen diese

¹) Zu dem 27. März findet sich in den fasti Mayeiani(C. J. L. I, p. 304) die Bemerkung: hoe die Caesar Alexand recepit und im hemerologium Caeretanum(Eph. epigr. III, p. 6): ferſiae) quod eo die C. Caesſar) vicit Adlewand rae). Judeich, S. 99, meint, die Angabe des hemerol. Caeret., so wie angegeben ergänzt, mache es wahr- scheinlich,dass die Entscheidungsschlacht am Nil auf denselben Tag fällt und unweit Alexandria geschlagen wurde. Aber die Worte vicit Alexandreae bedeuten nichter siegte unweit Alexandria, sondern besagen, dass der in Alexandria blockierte Cäsar an diesem Tage dort siegte, meinen also dasselbe wie die Angabe der Jasti Maffeiani.

²) Judeich, S. 99 f.