Aufsatz 
Caesar in Aegypten (48/47 v. Chr.). Historisch kritische Untersuchung / Heinrich Jung
Entstehung
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Abschnitt IV.

Bis zur Abfahrt Cäsars.

EKaum war der König Ptolemäus frei, als er sich an die Spitze des neu entbrennenden Kampfes stellte ¹).

Das erste kriegerische Ereignis, das der Schlacht auf dem Heptastadium folgte, war sowohl nach dem b. Al. wie nach Dio das Seegefecht, das Tiberius Claudius Nero den Xgyptern lieferte. Wodurch wurde dieses veranlasst? B. Al. 25, 1 erzählt, die Alexandriner hätten gehört, magna Caesari praesidia terrestri itinere, ex Syria Ciliciaque, adduci und hätten daher beschlossen commeatum, qui mari nostris supportabatur, intercipere. Dem Cäsar nahte also doppelte Hülfe: Truppen zu Lande, Zufuhr zur See. Gegen die letztere gingen die Alexandriner zuerst vor: sie stellten in der Nähe von Kanopus Wachtschiffe auf die Lauer und suchten die Zufuhr abzufangen. Dies führte dazu, dass Tib. Claudius Nero gegen sie abgeschickt wurde; der Verlauf und Erfolg seines Unternehmens wird nicht erzählt, der Verfasser begnügt sich mit einer Verherrlichung des Rhodiers Euphranor.

Vergleichen wir hiermit Dios Darstellung 40, 5 6, 41, so fehlt in ihr die Scheidung einer doppelten Hülfe: Truppen zu Lande, Zufuhr zur See, es ist nur von rοαατeuνμαx die Rede, α αmO rijs Tvolcs uetenéneunro(vgl. 37, 3). Diese kamen zur See, denn die Alexandriner beobachteten die Landungsplätze. Cäsar suchte den Herannahenden zu helfen, aber ohne grossen Erfolg: viele wurden von den Alexandrinern abgefangen, so dass die übrigen es nicht mehr wagten, vorbeizusegeln (Tαοααακοαιεεμεανα). Dies wurde anders durch den Sieg des Tib. Claudius Nero. Und inzwischen (*αeν τωινπι) versuchte Mithridates von Pergamum in die pelusische Mündung zu Schiff aufwärts zu dringen(racœeνασm dναᷣρια, also war auch dieser zur See gekommen. So Dio. Das Eigentümliche seiner Erzählung besteht darin, dass er aus Syrien nur Truppen, nicht auch Proviant herankommen lässt, dass diese sämtlich zur See kommen, dass durch den Sieg des Tib. Claudius Nero die Annäherung zur See(7r00Q0⁴6 Gο) sorgloser gemacht ist und inzwischen dem Mithridates die Landung gelingt. Dieser war von Cäsar beauftragt worden, für ihn Hülfskräfte in Syrien zu sammeln(b. Al. 16, 1; vgl. Dio 37. 3); andere Hülfstruppen aus Syrien als die des Pergameners werden nirgends genannt ²). Nach Dio musste also Mithridates einzelne Abteilungen zu Wasser abgeschickt haben, bis er selbst, wohl mit der Hauptmasse, aufbrach.

¹) B. Al. 24, 6. Dio 43, 1. Oros. VI, 16, 1: Qui(reæ) lamen ilico ut liber fuit bellum intulit.

²) Judeich, S. 28, 89, 97 versteht unter ot u des Dio 40, 6 die 37. Legion, die aber gar nicht aus Syrien, sondern aus der Provinz Asien kam, vgl. S. 27 dieser Abhandlung. Unverständlich ist die Behauptnng Judeichs S. 28:Vor dem Seesieg erzählt Dio(40, 6) von der Bergung asiatischer Hülfstruppen durch Cäsar, die über Alexandria hinausgetrieben worden sind; soll das Letztere durch mααααααεεαεαα hausgedrückt sein?!