Aufsatz 
Caesar in Aegypten (48/47 v. Chr.). Historisch kritische Untersuchung / Heinrich Jung
Entstehung
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Gründe hierfür waren: 1. er wollte dem vielleicht wirklich von den Alexandrinern beabsichtigten Frieden nicht hinderlich sein: Dio 42, 3 3,1τG 1⁶κi nfJiι oëνr Suπτο⁶εεέαν τινν sεοννmmνυάm‿ b. Al. 24, 2 Quοd, si quo pacto sentirent ea, quae postularent, mansurum in fide dimissum regem credebat; 2. hatten die Alexandriner ihn getäuscht, so hatte er ein grösseres Recht zu ihrer Unterwerfung: Dio 42, 4 εασαιταεοιον ανα ττοεέιμνυισωεσ euτααστασσ σεσνσινμιυιινεκν b. Al. 24, 2 splendidius atque honestius se contra regem quam contra convenarum ac fugitivorum manum hellum esse gesturum, dann konnte er Kleopatra die Herrschaft übergeben: Dio 42, 4 dœre n' eudöyov dis ννο 1τπσσνππ mH Käsoqo ανονννναα bell. Al. erwähnt natürlich davon nichts, sondern sagt 24, 7 Cäsar habe prudentissimo consilio gehandelt, ohne dies consilium näher zu bezeichnen, wenn nicht auf das 24, 2 splendidius gesturum Gesagte hingewiesen werden soll. Die Verabschiedung des Königs ist im b. Al. 24, 35 ausführlich geschildert, was Dio fremd ist.

Bezüglich des vorliegenden Gegenstandes hat uns Oros. VI, 16, 1 Folgendes von der livianischen Darstellung erhalten: Alexandrinis petentibus regem reddidit monitum, ut magis amicitiam Romanam quam arma erperiri studeret. Diese Mahnung zum Frieden ist auch im b. Al. 24, 3 besonders in den Worten ut fidem populo Romano sibique praestaret ausgesprochen. So gut wir hier eine Uebereinstimmung zwischen Livius und dem b. Al. beobachten, ebenso leicht kann in der Dar- stellung der Dinge, die der Ermahnung und Entlassung des Königs vorausgeschickt werden mussten, ein Einklang zwischen beiden bestanden haben. Dann ist es auch begreiflich, wie Dio mit dem b. Al.(vgl. S. 34 f.) so überraschend übereinstimmen und doch seinem alten Gewährsmann, Livius, treu bleiben kann ¹).

Plut. Caes. 49 schreibt kurz: 1⁰⁷ μασσςς 1πςσ ποα³εμ⁴ονςα αmO⁊οωνο VQwMs.

¹) Judeich, S. 30, dünkt es am wahrscheinlichsten,dass in diesem Falle(!) Dio eine durch Livius vermittelte Benutzung des bellum Alexandrinum vorliegt eine Annahme, die sich durch nichts stützen lässt.

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