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hostis(Florus, Dio, Appian widersprechen). Die Ubereinstimmungen sind mit Ausnahme der letzten Notiz derart, dass Suetons Erzählung nur auf Livius zurückgehen kann ¹).
Aus der soeben angestellten Aufzählung und Beleuchtuug der dem bell. Al. gegenüber- stehenden Schriftsteller ergiebt sich, dass die anekdotenhafte Ausschmückung der Erzählung von der Rettung Cäsars in dem Geschichtswerke des Livius ihre Quelle hat ²).
Wir gelangen zu den Nachrichten über die Entlassung des Königs Ptolemäus aus dem Gewahrsam. Der Verfasser des b. Al. 23, 1 und Dio 42, 1 verlegen dieses Ereignis in eine ver- schiedene Zeit. Nach dem ersteren hat es sich nicht lange nach dem Kampfe am Heptastadium abgespielt, heftige Angriffe der Alexandriner gegen die römischen Befestigungswerke in der Stadt waren von den Legionären abgeschlagen worden. Dio beginnt seinen Bericht mit den Worten lασόιέιννιι s τανν ο Aiyuνiol, wobei unter α˙ν der Sieg des Claudius Nero und die Eroberung Pelusiums durch den Pergamener Mithridates zu verstehen sind, Vorgänge, die nach dem b. Al. erst nach der Freilassung des Königs stattfanden ³). In der Erzählung des Vorganges selbst trifft man jedoch fast durchweg auf Ubereinstimmungen zwischen den beiden Autoren. So wurden die Alexandriner, den Cäsar um Freigabe des Königs zu bitten, veranlasst 1. dadurch, weil sie der Herrschaft der Arsinoe und des Ganymedes überdrüssig waren(Dio 42, 1) aνεσαεκνινες ϑ⁸ ε 1ν eurouνos eul i pvrduds doxn— bell. Al. 23, 2 multitudinem— confectam taedio puellae, fidu- ciario regno, dominatione crudelissima Gangmedis; 2. weil sie hofften, mit Hülfe des Königssohnes über die Römer zu siegen(Dio 42, 1) vo⁵ᷣαασνεες, dν τυνν iτοεαμαάαάονιπτποωαστνσĭmM⁷j,*αισνεέωρνμεμοο‿ rν α‿νν εσαεςααα— bell. Al. 24, 2 sin, id quod magis illorum naturae conveniebat, ducem ad bellum gerendum regem hahere vellent und 25, 1 cum duce assumpto Alerandrini nihilo se firmiores factos— animadverterent. Mit Waffengewalt konnten die Agypter ihren König nicht befreien: Dio 42, 2&ταα⁴⁶] oνενα τουνπποων εέτ‿αρνταασ αἀάτιν εd ννννϑ᷑ν(deννκαιᷣ αo εςαμαςσσςεε) — Das b. Al. erwähnt davon nichts, bei Caes. b. c. III, 109, 6 heisst es aber Ouo facto(nach der blutigen Bestrafung der Gesandten Dioscorides und Serapion durch Achillas) zegem ut in sua potestate haberet, Caesar efficit, vgl. dazu S. 24 die Bemerkung zu III, 112, 11. Deshalb schritten sie zur Verstellung und schickten eine Gesandtschaft mit der Bitte um Freilassung ihres Königs. Sie gaben dabei an, sie beabsichtigten den Frieden: Dio 42, 2 3,„π σσά oαἀτ(Ptolemäus) ITEε τπqmJαm᷑᷑ł,⁶έρ, Sg ols„ενασοέρσιι Ʒοεᷣνσσνατα— bell. Al. 23, 3: quo(rege) si auctore in Caesaris fidem amicitiamgque venturi essent, nullius periculi timorem multitudine fore impedimento, quo minus se dederent. Cäsar gewährte die Bitte, obwohl er den Charakter der Alexandriner kannte: Dio 42, 3 αα τe ydo val dellodg eα σꝶꝙνροντvσ Ʒνas„xοννε— b. Al. 24, 1 Caesar, etsi fallacem gentem semperque alia cogitantem, alia simulantem bene cognitam habehat. Seine
¹) C. Suetonii Trangquilli opera guae supersunt omnia. Rec. C. L Roth, Lips. 1871, p. XIV sqd. Vgl. auch C. Wachsmuth, S. 686 f. Nach Kornemann, S. 685, war Asinius Pollio die Quelle dieser Erzühlung; vgl. S. 5, A. 4 und S. 24, A. 4.
²) Nach Judeich, S. 75, fällt Cäsars Niederlage am Heptastadium auf Anfang Februar, nach O. E. Schmicdt, S. 221, auf Ende Januar oder Anfang Februar, nach Stoffel II, S. 432, auf den 7. Januar 707(die Eroberung der Insel Pharus auf den 6. Januar).
³) Judeich, S. 28, meint:„Die Reihenfolge der letzten Kriegsereignisse von Cäsars alexandrinischem Aufent- halt ist bei Dio(40, 6— 43) livianisch: Sieg der Cäsarianer in einer Seeschlacht, Mithridates' Anmarsch, Aus- lieferung des Königs, Schlacht am Nil(cf. Oros. VI, 15, 34— 16, 2).“ Mit Unrecht wird Orosius, um diese Meinung zu beweissen, citiert, denn dieser kann mit den Worten uavali certamine pulsatus nur an die Niederlage Cäsars denken, von der Dio 40, 2 erzählt, und mit den Worten magna felicitate classem regiam aut depressit aut cepit nur seinen Sieg im Eunostus bezeichnen, nicht aber den des Claudius Nero an der kanobischen Mündung(Judeich, S. 98), der es dort nicht mit der classis regia, sondern nur mit leichtbemannten Stationsschiffen(b. Al. 25, 2) zu thun hatte. Vgl. S. 33 dieser Abhandlung.


