Aufsatz 
Caesar in Aegypten (48/47 v. Chr.). Historisch kritische Untersuchung / Heinrich Jung
Entstehung
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vgl. b. Al. 69, 1). Dazu kamen noch 800 Reiter. Die Gesamtzahl der Schiffe lässt sich nicht ermitteln ¹).

Die Truppen des Achillas hat Cäsar in einem besonderen Kapitel(110) besprochen. Dieselben bestanden nach ihm vorzugsweise aus römischen Elementen: Gabiniani milites, capitis damnati exulesque, fugitivi nostri; dazu kommen noch Räuber aus Syrien und Sicilien. Cäsar will zeigen, dass er es mit einem nicht zu verachtenden Gegner zu thun gehabt habe(110, 1). Die Darstellung Cäsars wird durch Strabo XVII, 1, 12 beleuchtet.

Wie Cäsar, so charakterisiert auch Dio 38, 1 die Gabinianer, indem er Livius folgt(vgl. Lucan. X, 403 ff.). Cäsar giebt als Zahl der alexandrinischen Infanterie 20 000 Mann an. Livius wich darin nicht von ihm ab(Oros. VI, 15, 30 viginti milium armatorum). Cäsar berichtet 110, 6 allein, dass die Alexandriner neben den Fusstruppen über 2000 Reiter verfügten.

Es folgt der Kampf. Dieser tobte nach der Darstellung Cäsars(111, 12) um den Palast, den die Römer bezogen hatten, und an dem Hafen. Die Lage des Palastes bestimmt Cäsar genauer 112, 8: In hoc tractu oppidi pars erat regiae exigua et theatrum coniunctum domui, quod arcis tenehat locum aditusque habehat ad portum et ad reliqua navalia. Strabo XVII, 1, 8 sagt von den Königspalästen im allgemeinen, sie nähmen den 4. oder gar 3. Teil des ganzen Umfangs der Stadt ein, und fügt hinzu: dντντ(rd αrσρεᷣ]) εένιοιοι συννισάα‿σα α ἀmιοi αœ τm Qεν, a: ô-α Ʒεꝓε ατον. Nach XVII, 1, 9 desselben Geographen befindet sich ein königlicher Palast auf der Lochiasspitze, sisᷣoσœx(in dengrossen Hafen)'˙ερ α̈³⁴αασιαερ εoσιι σσνενι rνςα ν Hoxidd eσοεεσι αχσεεααα, odde œr ποοαxe Sxovra œüras xαl m. Diesen inneren Palästen ist vorgelagert der königlicheausgegrabene und geschlossene Hafen, ferner die Insel Antirrhodus mit einem königlichen Gebäude, und dieser gegenüber ragt auf dem Festlande empor das Theater: νrrsoxetrar ς τοντον(τισέν) 6 ε⁴αιον). Da nun die königlichen Gebäude sich von der Lochiasspitze aus über einen sehr grossen Teil der Stadt erstreckten, Cäsar aber bemerkt, dass er nur einen kleinen Teil derselben besetzt habe und zwar den Teil, mit dem das Theater in Verbindung gestanden, so wird es durch die Beschreibung Strabos klar, dass dieser von Cäsar besetzte und verteidigte Stadtteil der Insel Antirrhodus gegenüberlag. Und wenn Cäsar hinzufügt, von dem Theater aus habe man Zugänge zum Hafen und zu den Schiffswerften gehabt, so stimmt er darin mit Strabo überein, der XVII, 1, 8 aussagt, dass die Basileia überhaupt nicht bloss mit einander, sondern auch mit dem Hafen in Zusammenhang stünden.

Unter diesen topographischen Verhältnissen konnte Cäsar zugleich am Theater und am Hafen operieren. Am Hafen war der Kampf am hitzigsten(Caes. b. c. III, 111, 2), denn man stritt um den Besitz der alexandrinischen Flotte, die für beide Teile von hoher Wichtigkeit war. Sed rem, sagt Cäsar 111, 6, obtinuit Caesar omnesque eas naves et reliquas, quae erant in navalibus, incendit, gquod tam late tueri parva manu non poterat. Die eae naves hat Cäsar vorher angeführt: es waren 50 Schiffe, die, dem Pompeius zu Hülfe geschickt, nach der pharsalischen Schlacht zurückgekehrt

¹) B. c. III, 106, 1 zählt Cäsar nur 10 rhodische und einige asiatische Schiffe, die natürlich für den Transport der gesamten Truppenmacht nicht genügten. Daher vermutet Judeich, S. 78 ff., Cäsar sei in 2 Abteilungen nach Alexandria gekommen, die 1., von Cäsar selbst geführt, habe aus 10 rhodischen und einigen asiatischen Schiffen bestanden, mit der 6. Legion und einer Anzahl Reiter an Bord, die andere sei mit der übrigen Streitmacht auf den übrigen Schiffen ein Tag später eingetroffen. B. Al. c. 13, 5 hat die Gesamtzahl von Cäsars Schiffen gestanden, doch ist die U berlieferung derart verderbt, dass jene sich nicht ermitteln lässt. Es scheint, als ob auch b. c. III, 106, 1 die Uberlieferung nicht sicher ist, als ob dort etwas ausgefallen sei. Jedenfalls ist es, da b. Al. 13, 5 die Uberlieferung nicht feststeht, bedenklich, mit Judeich für b. c. III, 106, 1 eineEntstellung von Thatsachen anzunehmen.

²) Vgl. Stoffel, planche 19; Néroutsos- Bey l'ancienne Alewandrie, Paris 1888, S. 70 und Karte.