befindlichen Feldherrn gestellt werden, sondern es ist nur der Befehl zıννσυφναQάναν dyewv verständlich. Bei Orosius ist also entweder der Ausdruck ungenau oder der Epitomator hat zwei Vorgänge mit einander verwechselt. Ferner sind die Worte zοςι σπτσοσασστειααᷣς σναeέν bei Dio und aciem direvit bei Orosius durchaus nicht identisch. Die ersteren bedeuten„er berief die Soldaten zu einer Versammlung“. In dieser Versammlung sprach und hetzte Achillas gegen die Gesandten. Die Worte aciem direcit stehen aber im Gegensatz zu den vorausgehenden sprevit imperium: Achillas verachtete nicht bloss den an ihn gerichteten Befehl, er stellte sich gar in Schlachtordnung gegen Cäsar auf. Und nun folgt die Schlacht(in ipso proelio Oros.§ 31).
Obwohl eine„genaue UÜbereinstimmung“ zwischen Dio und Orosius nicht besteht, kann Orosius mit den Worten Archillas iussus... doch nur die Gesandtschaft des Discorides und Serapion meinen; im übrigen ist der Epitomator im Ausdruck kurz, vielleicht ungenau oder verwechselt zwei ähnliche Vorgänge mit einander.
Lucan(X, 467 ff.) berichtet ebenfalls von einer Gesandtschaft an Achillas, aber zu einer Zeit, als das königliche Heer bereits in Alexandria eingezogen und der Kämpf entbrannt war. Hier wird nur ein satelles regius abgeschickt, der Name desselben nicht genannt; er handelt auch im Namen des Königs und fragt: quo bellum auctore moverent. Dieser Ausdruck entspricht etwa den Worten des Dio wννν σνixν yεeν. Der Bote findet zum Schluss seinen Tod. Der Scholiast zu Lucan. X, 471 führt, indem er sich auf Livius beruft, an, es sei nur ein Gesandter ermordet worden. Dieser Umstand, den er aus Livius kannte, mag Lucan veranlasst haben, überhaupt nur einen Boten auftreten zu lassen. Dio 37, 1 und 2 spricht von einigen, die abgeschickt(&εταιρ⁴ι 11νας) und getötet wurden( ϑνον σσμ). 41, 3 erzählt der nämliche von dem heranrückenden Mithridates, er habe den ihm entgegenkommenden Dioscorides ermorden lassen. Es liegt die Annahme nahe, dass Dio hier ein Ereignis, das mit Achillas in Beziehung steht, mit Mithridates in Verbindung brachte ¹). Soviel beweist diese Stelle, dass Dio die Darstellung des Livius, es sei nur ein Gesandter getötet worden, kannte. Wenn er nun c. 37 in rethorischer UÜbertreibung ²) von mehreren Gesandten spricht, so hindert dies doch nicht, bei Dio a. a. O. an eine Benutzung des Livius zu denken.
Wenn Appian II, 90 die Ereignisse so darstellt, dass Cäsar, nachdem er Sukkurs erhalten, Pothinus und Achillas habe töten lassen, dass die Agypter sich deshalb empört hätten und das königliche Heer gegen den Diktator marschiert wäre, worauf es zum Kampf gekommen sei, so entspricht dies nicht ganz dem wahren Sachverhalt: die allzu grosse Kürze, deren sich hier Appian befleissigt, kann den Schriftsteller zu Unrichtigkeiten geführt haben. Es hat deshalb auch keinen Zweck, hier einer Quelle nachzuspüren ³).
Die Quellen stimmen darin überein, dass die Alexandriner den Römern an Zahl der Streit- kräfte überlegen waren(Caes. b. c. III, 109, 2; 111, 1. Dio XLII, 36, 4. Plut. Caes. 49, 2. Nach seiner eigenen Angabe(b. c. 106, 1) kam(äsar mit zwei Legionen nach Alexandria. Es waren dies die VI.(vgl. b. Al. 69, 1) und die XXVII.(b. c. III, 44, 2; 3, 55) ⁴). Infolge der bisherigen Kämpfe und Strapazen betrugen sie aber im ganzen nur 3200 Mann(b. c. 106, 2;
¹) Heimbach, S. 26, Judeich, S. 96. ²) Vgl. über die Schreibweise Dios C. Peter: Zur Kritik u. s. w., S. 138. ³) Nach Judeich, S. 69, fällt der Aufbruch der ägyptischen Truppen von Pelusium auf ungefähr Anfang November, nach Stoffel, II, S. 431, auf den 25. Oktober.
¹) von Domaszewsky: Die Heere der Bürgerkriege in den Jahren 49— 42 vor Christus. Neue Heidelberger Jahrbücher, Jahrg. IV, Heidelberg 1894, S. 171.


