dass er gescheitert ist und dass er gescheitert ist, wird vielleicht manchen vom fünffüssigen Jambus abschrecken.
Dann habe ich lange Zeit an eine gereimte Übertragung ge- dacht, ohne zu wissen, dass solche Versuche schon vorlagen. Ohne eine Ahnung zu haben von dem Dührschen Versmass und von Gravenhorsts Trochäen, habe ich von einer Ubertragung im acht- füssigen gereimten Trochäus geträumt. Begeistert von der klaren, blanken Schönheit des Versmasses, der Sprache und dem Wohl- klang der Reime in Platens„Grab im Busento“ und Webers„Drei- zebnlinden“, habe ich eine Zeit lang gedacht, es müsse etwas Herrliches sein, wenn man in dieses Versmass und in diese Sprache den Homer übertrüge. Und ich habe mich mit dem Mute der Jugend daran gemacht und glücklich das erste Buch der Ilias zu stande gebracht. Der Versuch hat erfahrenen und sachverständigen Männern vorgelegen; sie fanden zu tadeln und zu loben. Man riet mir, die Probe in einem Programm zu veröffentlichen, um die Auf- merksamkeit und die Kritik darauf zu lenken. Fürchte es keiner. Ich halte heute das Versmass für verfehlt, und zwar nicht nur der erheblichen Schwierigkeiten wegen, die es bietet, und die oft die erforderliche Treue gefährden, sondern auch seiner Einförmigkeit wegen. Aber vielleicht den Anfang und den Schluss des ersten Buches der Ilias darf ich probeweise hierher setzen mit dem Be- merken, dass das, was dazwischen steht, nicht schlechter und nicht besser ist als diese Probeverse:
V. 1— 7: Singe, Göttin des Gesanges, Des Peliden schweres Grollen, Draus unendlich viele Leiden Unheilvoll den Griechen quollen.
Manches Helden tapfre Seele Musst' hinab zum Hades fahren, An den Leibern aber frassen Hunde und der Vögel Scharen.
Also hatt' es Zeus beschlossen, Da in grimmem Zorn entbrannten Held Achill und Agamemnon Und sich aus einander wandten.


