Aufsatz 
Über Homerübertragung mit neuen Proben
Entstehung
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Schwierigkeiten bereitet. Ist ja z. B. selbst inHermann und Dorothea die Wortverbindungder Apotheker einmal zu lesen: dér Apothéker, das andre Mal aber:der Apothéker. Nun hat zwar Goethe schon dafür gesorgt, dass man auch beim ersten Lesen nicht in Verlegenheit kommt, wie zu betonen sei, wenn ich aber z. B. den Jordanschen Vers habe, II. 23, 612:

Einem dabei von des Antilochos Gefährten, Noemon, so komme ich gar sehr in Verlegenheit. Zunächst bin ich versucht zu lesen:

Einsèm däbei vön des Antilöchös Géfährtén usw.; das geht nicht; dann versuche ich:

Einsèm däbei vön dés Antilöchos Géfährtén, Nöemon; das geht ebensowenig; darum skandiere ich:

Einsm däbei voön des Antilöchos Geföhrtén,'emon; dann hat das Monstrum sieben Füsse, wie das bekannte Goethesche, und jetzt erst komme ich auf:

Einéèm däbei vön dés Antilöchos Géfährtén, Nöemön.

Die Jordansche Betonung des NamensAntilochos wird wohl nicht viel Billigung finden; überhaupt behandelt Jordan die Eigen- namen eigentümlich und willkürlich, so dass er sich genötigt sieht, beim erstmaligen Vorkommen die Silben, die er betonen will, mit Accenten zu versehen. Aber vom erstmaligen Vorkommen bis zum gedachten Verse kann man das längst wieder vergessen haben, abgesehen davon, dass es nicht kunstgemäss ist. Indes bei der Behandlung der Eigennamen haben sich auch grössere Dichter Freiheiten gestattet. Aber auch bei folgendem Verse Od. 5, 338, kann ich einmal lesen:

Armster, weshälb ist dir dér Erderschütterer Poseidon; und das andere Mal:

Armster, wéshalb ist dir usw.; ferner: ér söll dich döch nicht vérderbén, oder: er söll dich döch nicht vérderbén, oder: ér söll dich döch nicht vérderbén.

H. Morsch hat in der Wochenschrift für klassische Philologie

a. a. O. darauf hingewiesen, dassHermann und Dorothea trotz seines Sentenzenreichtums unserm Volke keine geflügelten Worte gegeben hat, während Citate aus Schillerschen und Goetheschen Dramen vielfach verbreitet seien. Er findet den Grund im Metrum,