Bote.
Kreon.
Bofe.
Kreon.
Bote.
Kreon.
Chor.
41
Und wieder schau ich eine Leiche an. Weh, weh, du arme Mutter, weh, mein Kind! 1300
Am Hausaltar sank sie ins scharfe Schwert,
Und eh’' ihr Aug' der Todesschatten schloß, Beklagte sie das Los des Megareus,
Des ruhmvoll längst dahingegang'nen Sohns, Beklagte den da, und ihr letztes Wort,
Es war ein Fluch der Tat des Kindesmörders. 1305
Wehe, wehe,
Ich vergehe
Vor Entsetzen!
Habt Erbarmen!
Gebt mir Armen
Stoß der Gnade!
Ich zerfließe, 1310 Ich ergieße
Mich in Leid.
Ja sterbend hat sie dir die Schuld am Tod Des einen wie der andern aufgeladen.
Wie kam es denn, daß sie den Tod erwählte?
Als sie das Jammerlos des Sohns erfuhr, 1315 Da stieß sie selbst den Stahl sich in die Brust.
Weh weh, nicht läßt sich auf ein andres Haupt Von meinem wälzen diese schwere Schuld. Ich bin's, ja ich, der dich getõtet hat,
Ich Unglückseliger; darum ihr Diener 1320 Führt mich hinweg, führt schleunigst mich hinweg,
Ich bin ein Mann, geschlagen und vernichtet. 1325
Dein Rat ist gut, wenn man von gut hierbei Noch sprechen kann. Das ist das beste noch Am Unglück, daß es schnell beseitigt wird.


