Kreon.
Chor.
Kreon.
Chor.
Kreon.
Chor.
— 42
Wehe, wehe,
Ich erflehe
Nur mein Ende; 1329 Letzter Tag,
Schönster Tag,
Komm', ach komme!
Möge nimmer
Tages Schimmer
Mir erscheinen! 1333
Das laß der Zukunft angelegen sein Und angelegen denen, die es angeht; Die Gegenwart erheischt ein Handeln jetzt. 1335
Hab' ja erfleht nur, was ihr alle wünscht.
Gib dich zufrieden; unabänderlich Ist, was dem Menschen das Geschick verhängt.
Führt mich hinweg, den Frevler führt bei Seite! Nicht hab' ich deinen Tod gewollt, mein Sohn, 1340
Und auch den deinen nicht; ich Armer weiß
Ja nicht, wohin ich mich noch wenden soll;
Mir wankt und schwankt das All vor meiner Hand, 1345
Auf meinem Haupte wuchtet schwer das
Schicksal.
(Wird in den Palast geführt.)
Ja, ja Ein besonnener Sinn ist das erste zum Glück, Und Verachtung der Götter führt nimmer zum Heil. Hoffärtiger Menschen hochtrabendes Wort 1350 Wird mit furchtbarer Buße gebüßt und muß Noch im Alter Bescheidenheit lernen.


