Aufsatz 
Antigone. Tragödie von Sophokles. Zur Einweihungsfeier des neuen Gymnasiums in Limburg an der Lahn übersetzt und für die Aufführung bearbeitet
Entstehung
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Chor.

Bote.

Chor.

Bote.

Chor.

Kreon.

Wie deutest du dir das? Die Frau ging fort Und sprach kein gutes, sprach kein böses Wort! 1245

Ich selbst bin auch erstaunt; doch tröstet mich

Die Hoffnung, daß das Leid um ihren Sohn

Sie öffentlich nicht zeigen mag, daß sie

In des Palastes Schutz der Dienerschaft

Des Hauses Totenklage anvertraut;

Sie ist verständig; sie vergeht sich nicht. 1250

Ich weiß nicht; mehr als fruchtlos lautes Klagen Scheint dieses Schweigen Unheil zu besagen.

Ich geh' ihr nach in's Haus und werde seh'n, Was heimlich im bewegten Busen sie Wohl bei sich birgt und plant; denn du hast recht, 1255 Das tiefe Schweigen läßt mich Unheil ahnen. (Ab.)

Doch siehe, da kommt ja der Herrscher selbst; Was da bringt seine Hand ist der klare Beweis Nicht fremden Vergehens, wenn's zu sagen erlaubt, Nein selber hat er gefrevelt. 1260 (Kreon tritt auf mit der Leiche Heimons.)

Wehe, Wehe, Mein sinnloser Sinn, dem Starrsinn gebot, Verwirrung bracht' er und Tod. Der Erschlagene dort, der Mörder hier, Desselben Fleisch's und Blut's sind wir. Zum Unheil war ich beraten. 1265 Und du mein Sohn, in der Jugend Kraft Von schnellem Geschick dahingerafft, Du bist entschwunden, bist dahin Durch deines Vaters verstockten Sinn, Wehe! wehe!