Wächt.
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Und mancher Unzufriedne schüttelt heimlich 290 Das Haupt und will den Nacken unters Joch Nicht beugen, so wie ich es wünsch' und will. Von solchen sind, ich weiß es wohl, die Täter Gewonnen für die Tat um Geldes Lohn. Denn Schlimmeres erfand der Menschengeist 295 Nicht als das Geld. Die Städte bricht's, den Mann
Vertreibt's von Haus und Hof, verkehrt, verführt Den wackern Männersinn zur Freveltat Und macht ihn fähig jeder Schlechtigkeit, Daß er die Götter selber nicht mehr scheut. 300 Doch wer um Geldes Lohn die Tat vollbracht, Soll der verdienten Strafe nicht entgehn. So wahr den Zeus ich ehr', ich schwör es dir Mit meinem Eid, wenn ihr den Täter nicht 305 Entdeckt und ihn mir nicht vor Augen führt, Dann sollt ihr, eh der Hades euch sich öffnet, Lebend'’gen Leibes aufgehängt, die Schmach Gestehn, auf daß ihr wisset künftighin, 310 Wo des Gewinnes lautre Quelle fließt, Daß nimmer frommt Gewinn um jeden Preis. Den Vorteil sucht verbrecherischer Sinn, Und was er findt, ist Schaden statt Gewinn.
(Ab in den Palast.)
O möchten wir den Obeltäter finden! 327 Indes, ob wir ihn greifen oder nicht,
— Es steht in Schicksals Hand— mich jedenfalls Siehst du nicht wieder hier. Ganz unverhofft Kam ich mit heiler Haut noch mal davon, 330
Und allen Göttern sag' ich tausend Dank. (Ab.)
4. Erstes Stasimon. Chorlied. Vgl. S. 44.


