Kreon.
Wächt.
Kreon.
Wächt.
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Entgegen? Und gehst du nicht, du Unglücks- mensch,
Was dann? Erfährt's der König dann von andern, 230
Wird dir es dann erst recht nichtschlimm ergehn?“
Mit solchen Sorgen eilt' ich nicht mit Weil',
lch zauderte mit Weil', und so ward lang
Der kurze Weg. Doch schließlich faßt' ich mir
Ein Herz und kam hierher und sag's;
Und an die Hoffnung klammr' ich mich, daß nichts 235
Mir widerfährt, was nicht das Schicksal will.
Willst du nicht endlich sagen, was du hast, Und schleunigst machen, daß du fort dich hebst! 244
lch sag's ja schon; den Toten hat soeben 245 Jemand bestattet: trocknen Staub auf ihn Gestreut und alles Heil'ge nach Gebühr
Besorgt und dann von dannen sich gemacht.
Was sagst du? Wer in allem Volk hat das Gewagt?
lch weiß es nicht, denn keine Spur Von Karst und Spaten hat sich vorgefunden, 250 Kein Wagenrad hat Furchen eingedrückt Dem festen harten Grund, kein Merkmal ließ Der unbekannte Täter uns zurück. Und als der Wächter, der nach Sonnenaufgang Zuerst betraut war mit der Hut, uns fief, Da standen wir verwundert und erschrocken. Man sah kein Grab, doch auch den Leich- nam nicht; 255. Nur eine dünne Erdschicht deckte ihn, Gestreut, wie um den Fluch zu flieh'n. Von Hund Jedoch und sonstigem Getier, den Leichnam Zu schänden, war auch nicht die Spur zu sehn. Da gab es böse Worte unter uns. Der eine gab die Schuld dem andern, und 260


