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schlieſslich nur der Handelsgeographie dienen, nicht das Glück machen, wie diejenigen, die entweder das Ganze des kaufmännischen Wissens und Könnens zusammenfassen, um in der mercantilen Sphäre universal zu sein, oder die unter ausdrücklicher Berücksichtigung der handelsgeographischen Elemente zwar nur allein auf Geographie und Statistik ausgehen, aber allen zu dienen beabsichtigen, deren Interesse ein geographisches Nachschlagebuch erfordert. Die doppelte Beschränkung, einmal auf die mercantilen und industriellen Kreise und dann auf die Handelsgeographie allein, schwäsht den Erfolg. Rücksichtlich der Werke in systematischer Gestalt ist es nicht anders. Wie hätte sonst das material- reiche, gründliche Werk des Freiherrn v. Reden sogar 13 Jahre lang ohne Auflage bleiben können!
Sie dienen nur einem Stande und nur einer einzigen angewandten Wissenschaft, die aufserhalb jenes Standes noch wenig Interessenten findet; sie besitzen einen Inhalt, dessen veränderliche Elemente die beständigen verdunkeln, und eine Form, welche die Lectüre genufslos macht; sie fügen aufserdem zu allen diesen Nachtheilen noch den hinzu, eine dem Comptoir speciell wenig liebsame Gestalt zum praktischen Gebrauche zu haben: woher sollen da die literarischen Erfolge kommen?
Aber der Umstand, daſs der groſsen Handbücher der Handelsgeographie, wie das Folgende beweist, nicht viel sind und dafs aufser dem alten Karrer, welcher 30 Jahre dazu nöthig hatte, kein einziges neu aufgelegt werden konnte, führt uns weiter. Entweder lehnt der Handelsstand die Handelsgeographie überhaupt oder er lehnt wenigstens die systematischen Bücher dieses Wissenszweiges in der herkömmlichen Bearbeitungsweise ab.
Die Handelsgeographie überhaupt, die Handelsgeographie als solche verwerfen? Das kann er nicht. Sie durchdringt sein ganzes Geschäft. Sie ist mit ihm im Comptoir und im Waarenlager. Sie hilft seinen Bezug und seinen Vertrieb leiten. Sie wirft ihren Reflex in die Arbitrage und in die Calculation. Sie unterrtützt ebensowohl den Corre- spondenten drinnen im Geschäft, wie den Reisenden draufsen in der Welt. Die Handels- objecte und ihr Maſs, das Geld und seine Wäührung, der Wechsel und sein Recht, die Actie und ihr Werth: sie alle haben ihre geographischen Bezüge. Auf die locale Be- schaffenheit der Hülfsgewerbe des Handels, auf die Hauptsitze der Spedition und den Transport zu Wasser und Land, wie auf die mannigfachen Förderungsanstalten des Ver- kehrs, als Messen, Stapelgerechtigkeiten, Freihäfen, Börsen etc., und seine Hemmnisse, wie Zölle, Einfuhrverbote etc., wirft eine mercantilistische Erdkunde— immer sich stützend auf die örtliche Position— manches Licht. Sie fällt wie ein befruchtender Thau auf alles Thun des Kaufmanns.
Darum stellen ihren Besitz auch alle Fachschriftsteller als ein Erfordernifs der 3*


