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Man vergleiche den Abschnitt, wo so zu sagen das grobe Geschütz des Faches aufgefahren wird. Die Hauptwerke hatten bisher sämmtlich eine doppelte Beziehung zur Schule, eine des Ursprungs und eine des Zweckes. Nischwitz schuf als Lehrer an der Leipziger Handelsschule aus seiner Stellung heraus und wieder für dieselbe seine Handelsgeographie. Freiherr v. Reden schrieb sein Werk als eine„Grundlage zu Vor- trägen“ und„zunächst für die Königl. Handels-Lehranstalt zu Berlin.“ Heuser ist Real- und Gewerbschulmann. Auch die Werke Bechers und Crügers stehen nach Ursprung und Bestimmung mit bestimmten Fachschulen in Verbindung. Von den han- delsgeographischen Büchern für die Hand der Schüler versteht sichs von selbst, und sogar bis auf die Schriften für die Handelslehrlinge erstreckt sich dieses Verhältniſs. Die Erklärung desselben liegt auf offener Hand. Der Kaufmann hat Anderes, Gewinnbringen- deres zu thun, als Bücher zu schreiben. Er geht im Geschäft auf, verliert sich speculativ an einer Menge praktischer Einzelfragen. Erst als Lehrer, wie Schiebe, Langhenie u. A., oder als Fallit, wie V. Nolte, schreibt er Bücher. Indessen als Lehrherr schon, wenn er mehr sein will, als Vorbild, und mehr geben will, als nur Einweisung in die praktische Geschäftsführung, stöſst er auf das theoretische Bedürfnifs, das auch vorhanden ist und sich überall geltend macht. Dann gründet er wohl Handelsschulen, um diesen, wie in Gotha, das Allgemeine der kaufmännischen Bildungsgrundlage und das Theore- tische der einzelnen Zweige der Geschäftsführung zu übertragen, sich aber, getreu seinem Elemente, nur das rein Praktische vorzubehalten.
Wenn nun Schule und Lehrstand bei der kaufmännischen Bildung überhaupt nicht zu entbehren sind, wenn sie insbesondere an der Erzeugung der handelsgeographischen Literatur einen nicht abzuleugnenden Antheil haben, warum soll nicht auch die Umge- staltung des betreffenden Faches auf ihr Forum gehören?
Vielleicht bedarf die Handelsgeographie gerade der Beleuchtung von einem Stand- punkte aus, der zwischen Berufspraxis und Wissenschaft steht als Standpunkt der Ver- mittelung, indem ihm das Bedürfniss der theoretischen, wie der praktischen Stände der Gegenwart gleich nahe liegt. Ein Parallelismus zwischen dem Berufe der Jugendbildung und der Aufgabe der angewandten Wissenschaften besteht wenigstens. Er liegt in der Verzichtleistung auf die Vorrechte der reinen Forschung, in der Dienstbarkeit einem ge- gebenen Zwecke gegenüber.
Die Männer der strengen Wissenschaft gehen ohnehin nicht gern an die Bearbei- tung der angewandten. Vielleicht eignen sie sich auch weniger dazu, weil die praktisehe Seite der letztern in der That nicht vernachlässigt werden darf. Die Wichtigkeit dieser Beziehung aufs Praktische bezüglich der Handelsgeographie vor allem Andern anzuerkennen


