Aufsatz 
Wimpfen und die Hohenstaufen
Entstehung
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Vorbemerkung.

Auf steilem Felsen hängt hoch oben über dem Neckar das altertümliche Städtchen Wimpfen, heute eine hessische Enklave, die zwischen badisches und württembergisches Gebiet eingekeilt ist. Im Jahre 1802 verlor die einstige freie Reichsstadt ihre Reichs- unmittelbarkeit. Zahlreiche wohlerhaltene Baudenkmäler zeugen davon, daßdas hessische Rothenburg einst in mittelalterlichen Tagen der Schauplatz eines reichen geschichtlichen Lebens war. Die Quelle für Wimpfens Emporkommen ist in der Hohenstaufenzeit zu suchen.

Die folgende Studie macht den Versuch, den Anteil, den dieses schwäbische Kaiser- geschlecht an Wimpfens Entwicklung gehabt hat, darzulegen. Die Arbeit ist entstanden aus einem Vortrag, den der Verfasser am 17. März 1912 im VereinAlt-Wimpfen ge- halten hat. Die Vortragsform ist unverändert beibehalten worden.

Da der Vortrag für einen größeren Zuhörerkreis berechnet war, der sich aus den verschiedensten Bildungsschichten zusammensetzte, war es nötig, weiter auszuholen und zunächst ein Bild von den Zuständen des Stauferzeitalters zu entwerfen und endlich die Verbindungslinien zwischen der Ortsgeschichte Wimpfens und der deutschen Reichs- geschichte zu ziehen. Die Schicksale der einzelnen Bauwerke sind in großen Zügen bis auf die Gegenwart durchgeführt. Die kunstgeschichtlichen Kapitel des Vortrags wurden am Schluß durch Lichtbilder erläutert.

Verzeichnis der benutzten Literatur.

1. Heid: Die Geschichte der Stadt Wimpfen. Darmstadt 1846.

2. Ludwig Frohnhäuser: Geschichte der ehemaligen freien Reichsstadt Wimpfen. Darmstadt 1870. 3. A. v. Lorent: Wimpfen a. Neckar. Stuttgart 1870.

4. G. Schäfer: Die Baudenkmäler des ehemaligen Kreises Wimpfen. Darmstadt 1898.

5. Rudolf Kautzsch: Die Kunstdenkmäler in Wimpfen am Neckar. Wimpfen 1907.

6. Urkunden und Akten des städtischen Archivs zu Wimpfen.

Inhaltsübersicht. I. Einleitung: Die Bedeutung der Hohenstaufenzeit für Wimpfen.

II. Wimpfen und die Hohenstaufen.

A. Das Zeitalter der Hohenstaufen im allgemeinen. 1. Kirche. 2. Staat. 3. Stände. a) Ritterstand. b Bürgertum und Städtewesen. 4. Kunst. a) Romanischer Stil. b) Gotischer Stil.

B. Wimpfen im Zeitalter der Hohenstaufen. 1. Wimpfen wormsisch, Wormser Hof. 2. Wimpfen königlich-hohenstaufisch. 3. Friedrichs II. Persönlichkeit und Politik. 4. Kaiserpfalz zu Wimpfen. a) Arkaden. b) Pfalzkapelle. c) Steinernes Haus. d) Roter Turm. e) Blauer Turm. f) Verfall der Kaiserpfalz. . Schenkung des Forsts durch Heinrich(VII.) . Dominikanerkloster zu Wimpfen. a) Klosterkirche. b) Kreuzgang. c) Geschichte des Klo- sters. d) Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. e) Klosterchronik. 7. Evangelische Stadtkirche. a) Baugeschichte. b) Schicksale in der Reformationszeit. 8. Hospital zum heiligen Geist. a) Aufgabe des Hospitals. b) Trennung in eine klösterliche und eine städtische Anstalt. c) Weitere Schicksale. 9. Ritterstift zu St. Peter in Wimpfen im Tal. a) Verfassung des Stifts. b) Geschichte des Stifts. c) Baugeschichte der Stiftskirche. d) Vermögen und Rechte des Ritterstifts.

III. Schluß: Rückblick. Pflicht, die Baudenkmäler der Hohenstaufenzeit zu erhalten.