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Baudenkmaler, denen wir es zu danken häàben, wenn in diesen Tagen an hoher Stelle das Wort fiel, dass Wimpfen der schönste Edelstein in Hessens Krone sei.
„Was vergangen, kehrt nicht wieder,
Aber ging es leuchtend nieder,
Leuchtet's lange noch zurück.“
Nicht wollen wir in sentimentaler Trauer jene untergegangene Welt, jene vielgerühmte gute alte Zeit, beweinen. Wir sollen und wollen der Arbeit der Gegenwart mit ganzer Kraft leben, aber wir wollen nicht verlieren den Boden, auf dem wir alle stehen, die Kultur der Vergangenkeit, und wir wollen das heilige Vermächtnis, welches uns die Jahrhunderte auf dem Boden Alt-Wimpfens hinterlassen haben, pflegen, indem wir uns immer wieder von neuem vor die Seele führen, was uns diese steinernen Denk- mäler sind. Dann werden wir sie auch als ein kostbares Erbe mit pietätvoller Treue zu erhalten suchen und wir werden zur Wahrheit machen das Dichterwort:
„Was Du ererbt von Deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen!“


