&8— 31— Mit Benutzung der Gleichung(1), S. 7, ferner der Gleichung(I), S. 29, sowie der Monats- tabellen, S. 9, ergiebt sich: Marathon= 31. August 490 v. Chr.; Salamis= 23. Sept. 480 v. Chr.; Platää= 24 Sept. 479 v. Chr. Dieselbe Gleichung(1) in Verbindung mit Gleichung(II) und den Monatstafeln liefert:
Naxos=³ 8. Sept. 376 v. Chr.; Arbela= 3. Okt. 331 v. Chr.
Um den Gang der Rechnung an einem ausgeführten Beispiele zu zeigen, wählen wir die Reduktion des Datums der Schlacht bei Marathon:
Nach Gleichung(1), S. 7, beginnt Ol. 72,3(= 72, X= 3) im Jahre 781—(4. 72+ 3) = 490 v. Chr.
Ferner hat man gemäß Gleichung I, S. 29:
1+ 19 R*+◻4 1. Hekat. Ol. 72,3=[2s-'h1 19-.. 0*³ † 9=2 O:].uni
30 16 19 23
=[28+ 0— 0+ 0— 01. Juni= 28. Juni.
Endlich ist
6. Boedromion(nach der attischen Monatstafel)= 65. Tag des att. Jahrs, also im vor- liegendenden Falle 6. Boedromion= 28+ 64= 92. Juni(nach der jul. Monats- tafel)= 243. Tag des jul. Jahrs= 31. August.
Mithin jul. Datum von Marathon= 31. August 490 v. Chr.
Anmerkung zur Schlacht von Arbela.
Plutarch erzählt(v. Alex., c. 31), daß in der 11. Nacht vor der Schlacht eine Mondfinsternis stattgefunden hat. Die einzige Finsternis des Jahres 331 v. Chr., welche hier gemeint sein kann, ist die vom 20. zum 21. September. Ihre Mitte fiel, der Rechnung zufolge, auf 20. September 9h 24m mittl. babyl. Zeit; sie hatte eine Größe von 11 Zoll(war also nahezu total) und dauerte drei Stunden. Hiernach muß die Schlacht am 1. Oktober geschlagen worden sein. Oben fanden wir aber, daß der 5. Boedromion vom Ende am 3. Oktober, abends, begonnen habe, was— da die Schlacht jedenfalls am Tage geliefert wurde— einen Unterschied von 3 Tagen ausmacht. Es sind dies dieselben drei Tage, um welche im unmittelbar darauf folgenden Jahre (330 v. Chr.) Kallippus die Neumondtage vorrückte. Der Metonsche Cyklus wich damals allerdings erst um 2 Tage vom Monde ab, allein Kallippus merzte noch einen 3. Tag aus, um die Numenie der astronomischen Konjunktion näher zu bringen. Ob Plutarch die Richtigstellung des Schlachtdatums eigenmächtig vorgenommen hat oder ob die Tilgung der 3 Tage— durch eine angemessene Verteilung auf die letzten Jahre vor der Kallippischen Epoche— bereits kalendermäßig erfolgt war, entzieht sich der Beurteilung. Wahrscheinlicher ist die letztere Annahme, da die Kallippische Verbesserung sicher schon lange geplant und vorbereitet war.
Der Geburtstag Platos. Ein weiteres Beispiel zur Metonschen Zeitrechnung liefert die Reduktion des Geburtstags
Platos= 7. Thargelion Ol. 87,3. Man findet mit unseren Gleichungen das julianische Datum:
20. Mai abends bis 21. Mai abends im Jahre 429 v. Chr.
Die Datierung nach Prytanien. Zu Aristoteles Zeiten(cf. ASn αον παααƷεeia, c. 43) waren im regelmäßigen Gemeinjahr die 4 ersten Sektionen des Rats je 36, die 6 letzten je 35 Tage in Funktion. Vermutlich kamen im regelmäßigen Schaltjahre auf jede Prytanie drei Tage mehr. Doch scheint im Laufe der Zeit der Ver-


