— 44— Dieser IIlo focht Wie ein Verzweifelter, bis wir ihn endlich Zu Boden streckten.
Des Herzogs Schwager, Terzky, ist vom Dichter in gleichem Geiste, nor etwas matter gehalten, und tritt weniger in den Vordergrund.
Seni mit seinem astrologischen Zeug soll uns Wallensteins Vertrauen auf die Sterne und die abergläubische Sitte jener Zeit veranschaulichen, und ist eine historische Persönlichkeit.
Die mutige uad herzhafte, kluge und intriguante Gräfin Terzky ist eine Frau von männlichen, entschlossenem Geist, abgesehen von ihrer Klugheit ein weibliches Seitenstück Illos. Ihr Ehrgeiz ist ohne Gränzen; Wallensteins und seines Geschlechtes Erhöhung ihr einziges Ziel, gleichviel, durch welche Mittel es erreicht werden solle. Ihr Heroismus zeigt sich am glänzendsten nach der grauenvollen Katastrophe: sie will den Fall ihres Hauses nicht überleben— sie nimmt Gift.
Wir fühlten uns nicht zu gering, die Hand
Nach einer Königskrone zu erheben.—
Es sollte nicht sein.— Doch wir denkon königlich, Und achten einen freien, mutigen Tod
Auständiger, als ein entehrtes Leben.
Die Herzogin, Friedlands Gemalin, hat nichts von Wallensteins hoch- strebendem Ehrgeiz, nichts von ihrer Schwester Heldensinn; in Kummer und Thränen aufgelöst ist sie das Bild einer liebenden Frau von gewöhnlichem Schlage.
Unter den Gegnern des Herzogs steht Octavio Piccolomini obenan. Der Leitstern seines Handelns ist Treue gegen das Kaiserhaus, und in diesem seinem Pflichtgefühl ochtet er nicht der Gefahr, der er durch die Übername der geheimen Mission Questenbergs sich ausselzt.
Was ich dabei zu wagen habe, weiss ich. Ich stehe in der Allmacht Hand. Sie wird das fromme Kaiserhaus mit ihrem Schilde Bedeken, und das Werk der Nacht zertrümmern. Seine unbedingte Hingebung an den Kaiser zwingt ihn, gegen Wal-
lenstein, der ihm das offenste Vertrauen entgegen bringt, die grösste Rückhal-


