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Allein der Ehrgeiz siegt; ehe Wallenstein in's Nichts zurücksinken soll, eher sei sein Name die Losung für jede fluchenswerte That.
Hiemit hat er sich für den Verrat entschieden; aber die rächende Ne- mesis wacht. Octavio weiss um jeden Schritt des Feldherrn, der ihn in seiner Verblendung sogar selbst in seine Pläne einweiht. Nachdem Isolani und Buttler gewonnen und die Truppen möglichst bearbeitet sind, begibt sich Octavio heim- lich zu Gallas nach Frauenberg, wo auch die übrigen treugebliebenen Generäle sich versammeln, ausser Bultler, der gebeten hatte, mit seinem Regiment um Walleastein bleiben zu dürfen.
Bei Gott! Ihr überlasset
Ihn seinem guten Engel nicht
Der verlassene Friedländer, dem erst das„Rechtsum“ der Kürassiere das Bedenkliche seiner Lage im hellen Lichte erscheinen liess, wirft sich mit den ihm ergeben gebliebenen Truppen, den fünf Terzkyschen Regimentern in die Gränzfestung Eger. Hier ereilt ihn sein Verhängniss.
Der schwer beleidigte und nach Rache dürstende Buttler hat Ben Fe- stungskommandanten, den alten Gordon, gewonnen, und steuert rasch seinem Ziele zu.
Es darf der Fürst nicht freien Fusses mehr Aus diesem Platz.
Da, wie ein Gerücht verkündet, die Schweden nahen, muss das Un-
ternehmen beschleuniget werden, der Herzog muss sterben. Er darf nicht leben, sah den letzten Morgen.
Beim Bankett auf dem Schlosse werden Illo und Terzky ermordet, in seiner Wohnung im Hause des Bürgermeisters Pachhälbel fällt Wallenstein durch Buttlers Hauptleute, Deveroux und Macdonald.—
Fürwahr! Schreken und Mitleid erregend sind die Worte der Gräfin
Terzky: Der Herzog
Ist todt, mein Mann ist todt, die Herzogin
Ringt mit dem Tode, meine Nichte ist verschwunden,
Dies Haus des Glanzes und der Herrlichkeit
Steht nun verödet. Fürchterlich rächte sich Wallensteins Vergehen an ihm und den Seinen! Dies der Gang und die Entwicklung der Haupthandlung.


